Skip to main content

Umwelt und Natur

Lebensgrundlagen erhalten

Klubobfrau Sandra Krautwaschl in der Natur

Wir befinden uns in einer Biodiversitätskrise: Der Mensch verursacht gerade das größte globale Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier.

 

Die Gesamtzahl der Insekten ist innerhalb von 30 Jahren um mehr als drei Viertel zurückgegangen. 70 % der Nahrungspflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Ihr „Bestäubungswert“ für Österreich lag 2019 bei 270 Mio Euro.

 

In der Steiermark gelten nur noch 32 % der Arten als nicht gefährdet.

 

Der Naturschutz ist Ländersache.

 

Derzeit wird der Naturschutz stiefmütterlich behandelt, vor allem, was die Finanzierung betrifft. Überschlagsmäßig kann festgehalten werden, dass der Naturschutz in der Steiermark nur etwas mehr als ein Tausendstel des Landesbudgets zur Verfügung hat.

 

Ein Problem ist neben dem Rückgang an natürlichen Lebensräumen (u.a. durch Bodenversiegelung) vor allem die industrielle Landwirtschaft, etwa durch den Einsatz von Pestiziden.

Unsere Anträge im steirischen Landtag zum Thema Umwelt und Natur

Ökologisierung der Nächtigungsabgabe – Ein „Naturschutz-Euro“ für den Erhalt unserer Natur

Abänderungsantrag der Grünen Abgeordneten vom 28. Juni 2024

 

Renaturierung braucht zusätzliche Mittel: Kulturlandschafts-Euro einführen

Antrag der Grünen Abgeordneten vom 22. Dezember 2023

 

Zum Schutz der Gesundheit unserer Bäuerinnen und Bauern: Aufklärung über gesundheitliche Folgen des Pestizideinsatzes

Antrag der Grünen Abgeordneten vom 15. Dezember 2023

 

Gebt der Steiermark den Nachthimmel zurück– für eine effiziente und umweltfreundliche Außenbeleuchtung

Antrag der Grünen Abgeordneten vom 28. September 2023

 

Kleinwasserkraftwerk Schwarze Sulm

Anfrage an ein Mitglied der Landesregierung am 21. Juni 2023

 

Naturschutz stärken und Ökoflächen transparent machen

Antrag der Grünen Abgeordneten vom 16. Juni 2023

 

Landesverfassungsgesetz zum Schutz der natürlichen Ressourcen, um auch zukünftigen Generationen bestmögliche Lebensqualität zu gewährleisten

Antrag der Grünen Abgeordneten vom 16. Juni 2023

 

Biber als Lebensraumgestalter für eine natürliche und kostengünstige Gewässer-Renaturierung wahrnehmen

Antrag der Grünen Abgeordneten vom 26. Mai 2023

 

Aktionsplan Moor- und Torfbodenschutz

Antrag der Grünen Abgeordneten vom 28. April 2023

 

Endlich natürliche CO2 Speicher nützen – Moore jetzt schützen!

Antrag der Grünen Abgeordneten vom 3. April 2023

Unser Grüner Plan für den Schutz der Natur

Ein gutes Leben ermöglichen und die Lebensgrundlagen für uns und die nächsten Generationen erhalten: Dafür ist der Schutz von Umwelt und Natur von ganz besonderer Bedeutung.

 

„Grün“ ist nicht nur der Name und die Farbe unserer Partei, „mehr grün“ ist vielmehr unser Kernanliegen. Nicht nur, weil wir mehr Menschen von unserer Politik überzeugen wollen, um in unserem Land mehr mitgestalten zu können – „grün“ heißt für uns ein gutes Leben in einer intakten Natur:

  • mit sauberer Luft,
  • klarem Wasser
  • und ausreichend Grünraum.

 

Unsere Umwelt ernährt uns und ist unser Lebensraum. Nur wenn wir dem Artensterben entgegenwirken, die Natur schützen und die Bodenversiegelung eindämmen, ermöglichen wir auch den kommenden Generationen ein gutes Leben in einer intakten Umwelt.

 

Für uns ist klar: Naturschutz und Landwirtschaft gehören zusammen und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, wie das vor allem die ÖVP macht.

 

Die Natur ist die Grundlage für die Landwirtschaft. Die Bäuerinnen und Bauern leisten einen unschätzbaren Beitrag für die Kulturlandschaft, diese Arbeit muss fair entlohnt werden.

 

Die Umwelt ist unser wertvollster Schatz.

 

Wir sind es unseren Nachkommen schuldig, sie so zu schützen, dass auch in Zukunft ein gutes Leben auf diesem Planeten möglich ist. Wenn wir den Kindern und Jugendlichen den Wert von Umwelt und Natur vermitteln und einen achtsamen Umgang damit, ist für die Zukunft viel gewonnen.

1. Der Natur wieder mehr Raum geben

Eine intakte Natur bedeutet ein gutes Leben: saubere Luft, klares Wasser, ausreichend Grünraum.

 

Wir sehen den Schutz unserer Umwelt und den Erhalt unsere Lebensgrundlagen als Pflicht: Wir sind es den kommenden Generationen schuldig, eine intakte Natur auch für die Zukunft sicherzustellen.

 

Der Schutz von Natur, Klima und Boden ist unsere Lebensversicherung.

  • Flüsse, die wieder mehr Platz bekommen, können Hochwässer besser abfedern und helfen, Naturkatastrophen zu verhindern.
  • Klimafitte Wälder erfüllen ihre Schutzfunktion und wirken Lawinen und Muren entgegen. Nur ein gesunder Boden kann Wasser aufnehmen, über die Verdunstung für kühlere Temperaturen sorgen und mit der Speicherung von CO2 dem Klimawandel entgegenwirken.
  • Genau das leisten auch unsere heimischen Moore. Die verbliebenen 10 % der Moore gehören dringend geschützt und wieder in einen guten Zustand gebracht, damit sie ihre Funktion als gigantische CO2-Speicher wieder erfüllen können.

 

Dafür setzen wir uns ein:

  • Anstrengungen in Sachen Naturschutz erhöhen: Mehr Geld für den Naturschutz!
  • Wir müssen der Natur wieder mehr Raum geben: für alle Lebewesen, für uns Menschen und für das Klima.
  • Bodenschutz: Wir brauchen endlich ein echtes Gesetz zum Schutz unseres Bodens mit klaren Zielvorgaben.
  • Moore wiedervernässen, bestehende Moore schützen.
  • Mehr Grünraum in den Städten und Gemeinden, konsequenter Schutz der Bäume.

2. Artensterben stoppen

Ohne Biodiversität kein Leben – auch nicht für uns Menschen.

 

Unser ganzes Ökosystem lebt von seiner Artenvielfalt. Für unsere Ernährungssicherheit braucht es ein intaktes Ökosystem. Dabei sind gesunde Böden und der Erhalt der Artenvielfalt ausschlaggebend. Von unschätzbarem Wert ist insbesondere die Bestäubung unserer Nahrungspflanzen durch die Insekten.

Dafür setzen wir uns ein:

  • Das Artensterben muss gestoppt und die Biodiversität gefördert werden.
  • Eigene Naturschutzbeauftragte und ein Biodiversitätscheck in den Gemeinden.
  • Lebensräume für alle Lebewesen erhalten.
  • Lichtverschmutzung eindämmen.
  • Landesweites Artenschutzprogramm einführen.

Zu sehen sind: zwei Körbe voll Gemüse in einem Acker neben Pflanzen

3. Natur schützen durch nützen

Wir leben in einer Kulturlandschaft (landwirtschaftliche Nutzung machte die Natur- zur Kulturlandschaft). Die Landwirtschaft leistet einen immens wichtigen Beitrag für den Schutz der Natur. Ohne Bewirtschaftung wächst die Landschaft zu. Das führt zu weniger Lebensraumvielfalt und weniger Artenvielfalt.

 

Die bisherigen Naturschutzgesetze konnten unsere Natur nicht ausreichend vor der Zerstörung bewahren.

 

Das Renaturierungsgesetz ist das wichtigste Naturschutzgesetz seit Jahrzehnten, sein Beschluss ein Meilenstein für den Schutz der Natur in ganz Europa.

 

Landwirtschaft und Naturschutz gehören untrennbar zusammen. Eine intakte Natur ist für die Landwirtschaft schlicht notwendig. Ökologische Landwirtschaft und Naturschutz verfolgen die gleichen Ziele, sie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Dafür setzen wir uns ein

  • Die Leistung der Bäuerinnen und Bauern für die Natur muss fair abgegolten werden (z.B. Einführung eines Kulturlandschaftseuros).
  • Vielfältige Landschaft fördern (z.B. Streuobstwiesen, Hecken) – für mehr Artenvielfalt.
  • Naturschutzgebiete ausweiten und den Nationalpark Gesäuse vergrößern.
  • Landschaftspflegefonds mit ausreichend Mitteln ausstatten.
  • Den Wert der Natur und der Artenvielfalt besonders für Kinder und Jugendliche erlebbar machen. Verpflichtende Besuche im Nationalpark für alle Pflichtschüler:innen.
1
2
3
4
5
6
7
8