Skip to main content
    Barrierefreiheit
04.10.2023 News

Steiermark muss endlich Boden gut machen

Klubobfrau Sandra Krautwaschl
"Wieder einmal zeigt eine Studie ganz eindeutig, wie rückständig und zukunftsverloren die Landesregierung in der Steiermark agiert. Dem Zubetonieren muss endlich ein Riegel vorgeschoben und unsere Lebensgrundlage Boden wirkungsvoll geschützt werden."
Klubobfrau Sandra Krautwaschl

Eine bislang unveröffentlichte Studie des Umweltbundesamts zeigt drastisch: Die Steiermark hat im Bodenschutz massiven Aufholbedarf. Die Grünen fordern erneut rasches Handeln, um die Lebensgrundlage Boden endlich wirkungsvoll zu schützen.

 

Nach dem Bodenreport 2023 des WWF und der Greenpeace-Bodenschutz-Umfrage von September 2023 belegt nun auch diese von ÖVP-Minister Totschnig beauftragten Studie, wie sehr die Bundesländer bei der Zielvorgabe hinterherhinken. Um das bundesweite Gesamtziel von maximal 2,5 Hektar täglicher Bodenverbrauch zu erreichen, muss die Steiermark demnach ihren aktuellen Bodenverbrauch um satte 85 Prozent verringern.

 

Klubobfrau Sandra Krautwaschl sieht sich in ihrer jahrelangen Forderung nach einem besseren Bodenschutz bestätigt: „Wieder einmal zeigt eine Studie ganz eindeutig, wie rückständig und zukunftsverloren die Landesregierung in der Steiermark agiert. ÖVP und SPÖ haben den Bodenschutz jahrelang sträflich vernachlässigt. Die Steiermark liegt bundes- und europaweit im Spitzenfeld beim Bodenverbrauch. Es müssen endlich alle Anstrengungen dahin ausgerichtet werden, dass dem Zubetonieren ein Riegel vorgeschoben und unsere Lebensgrundlage Boden wirkungsvoll geschützt wird. Das neue Raumordnungsgesetz aus dem Vorjahr ist jedenfalls bei weitem nicht ausreichend, um diese große Reduzierung des Bodenverbrauchs zu erreichen, das bestätigen auch ZiviltechnikerInnenkammer, Architekt:innen und Raumplaner:innen.“

 

Krautwaschl verweist auf die vielen Lösungswege für einen effektiven Bodenschutz, für die sich die steirischen Grünen seit Jahren stark machen und nimmt Landeshauptmann Drexler in die Pflicht: „Anstatt sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen, verbreitet der Landeshauptmann lieber Falschinformationen und tut so, als würden wir Spielplätze, Parks oder sinnvolle Infrastruktur wie Bahnprojekte verhindern wollen.“

 

Die Grüne Landessprecherin kritisiert nicht nur die Vorgangsweise der steirischen Landesregierung, sondern auch die der ÖVP auf Bundesebene: „Minister Totschnig muss alle Daten und Fakten auf den Tisch legen. Eine Studie des Umweltbundesamts zurückzuhalten ist jedenfalls die absolut falsche Vorgangsweise, wenn es darum geht, eine Bodenschutzstrategie zu erarbeiten, mit dem Ziel unsere Lebensgrundlage Boden wirkungsvoll vor dem maßlosen Zubetonieren zu schützen.“