Spitalsversorgung über Ländergrenzen hinweg denken
LKH Tamsweg: Wichtiges Angebot für Murauer Bevölkerung fällt weg
Die Nachricht, dass die Interne Abteilung des LKH Tamsweg bis zum Ostermontag keine Patient:innen aus der Steiermark mehr aufnehmen wird, bereitet der Bevölkerung im Bezirk Murau zu Recht Sorgen, betont Gesundheitssprecher LAbg. Georg Schwarzl: „Erst kürzlich war ich in Murau, um mit Menschen aus dem Gesundheitswesen vor Ort zu sprechen. Die Schließung der Internen Abteilung auf der Stolzalpe war bereits eine Zäsur für die Menschen in der Region. Wenn die Murauer Bevölkerung nun keinen Zugang mehr zum LKH in Tamsweg hat, fällt ein weiteres wichtiges Angebot weg.“
Schwarzl sieht sich in einer Forderung des im Jänner präsentierten Grünen Plans für eine gesunde Steiermark bestätigt: Die Länder sollen im Rahmen der Finanzausgleichsverhandlungen zu einer gemeinsamen Planung und mehr Zusammenarbeit im Spitalswesen gezwungen werden. „Da das Spitalswesen kompetenzrechtlich Ländersache ist, ist sich jedes Bundesland naturgemäß selbst das nächste. Das führt letztlich zu Situationen wie nun in Tamsweg“, erklärt Schwarzl, der an die Landesregierung appelliert: „Die Finanzausgleichsverhandlungen müssen dazu genutzt werden, die bundesländerübergreifende Planung und Zusammenarbeit im Spitalswesen zu verankern.“
In der Pflicht sehen die steirischen Grünen sowohl Christopher Drexler als Landeshauptmann als auch Juliane Bogner-Strauß als Gesundheitslandesrätin: „Die Herausforderungen im Gesundheitswesen lassen es nicht mehr zu, dass jedes Land sein eigenes Süppchen kocht. Das aktuelle Beispiel zeigt, dass eine verstärkte Kooperation im Spitalswesen unumgänglich ist“, so der Grüne Gesundheitssprecher Georg Schwarzl abschließend.