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13.06.2023 News

Schönleitner fordert Kurswechsel für die Südsteiermark

Luftbild von der Hangrutschung am Graßnitzberg

Mit einem Plädoyer für einen sorgsameren Umgang mit dem steirischen Boden startete LAbg. Lambert Schönleitner heute seine Dringliche Anfrage an Agrarlandesrat Hans Seitinger zum Hangrutsch am Graßnitzberg. Für den Grünen Kontrollsprecher ist die Hangrutschung am Graßnitzberg Ausdruck einer Fehlentwicklung und Ergebnis des Mottos „immer größer, immer bombastischer“. Es stelle sich die Frage, wohin sich die Südsteiermark entwickeln soll: „Sollen einige wenige große Weinbaubetriebe auch in Zukunft die Region nach ihrem Gutdünken gestalten und ihre Flächen auf Kosten der Landschaft ausbauen, bis alles implodiert, oder schaffen wir es, die Qualitätsmarke der Südsteiermark mit ihrem Zauber und in ihrer Einzigartigkeit zu erhalten?“

Schönleitner sieht Agrarlandesrat Seitinger in der Pflicht: „Du, lieber Hans, hast es gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer in der Hand, über die Auspflanzungsrechte korrigierend einzugreifen und Verantwortung zu übernehmen.“

Forderungen nach Transparenz und Veranwortung

Stichwort Verantwortung: Wer diese für den Hangrutsch am Graßnitzberg trägt, das wollte Schönleitner in der Landtagssitzung geklärt wissen. Das Ereignis sei ein Paradebeispiel für Versagen, sowohl auf administrativer als auch auf fachlicher Ebene. „Fehler können immer passieren“, so Schönleitner, aber: „Dieser Fall, wo praktisch von allen Seiten vor einer Waldrodung gewarnt wurde, die Bedenken aber mit dem Argument, die Straße sei nicht gefährdet, abgetan wurden und wir jetzt vor der Situation stehen, dass die Straße mehrfach absank und ein Haus beinahe abgerutscht wäre, dieser Fall zeigt uns, dass hier so gut wie alles schiefgelaufen ist.“

„Jetzt braucht es volle Transparenz, wie es zu diesem Fall kommen konnte“, so Schönleitner. Er fordert halbjährliche Berichte über den Stand der Sanierung, die Kostenentwicklung und die aktuelle Gefährdungssituation. Außerdem müsse so rasch wie möglich Klarheit darüber geschaffen werden, wer für die entstandenen Kosten aufkommt und zur Verantwortung gezogen wird. Für Schönleitner ist klar: „Wir müssen in der Ausrichtung der Südsteiermark etwas ändern. So kann es nicht weitergehen.“

Angesichts dessen, dass der Landesrat den Großteil der an ihn gerichteten Fragen gar nicht bzw. sehr ausweichend beantwortet hatte äußerte Schönleitner den Wunsch: „Ein bisschen weniger Wehleidigkeit und Dünnhäutigkeit, dafür mehr Wille zur Aufklärung und die Übernahme politischer Verantwortung, damit so eine hausgemachte Katastrophe nie wieder passiert.“