02.03.2023
News
Rascher Ausbau der Primärversorgung
Die Bundesregierung plant den raschen Ausbau der Primärversorgungszentren: Bis zum Jahr 2025 soll es drei Mal so viele dieser Gesundheitszentren geben, 100 Millionen Euro stehen dafür aus EU-Mitteln bereit. Gerade in Zeiten von zu wenig Kassenärzt:innen insbesondere in ländlichen Regionen sind Primärversorgungszentren ein wichtiger Beitrag, um die Gesundheitsversorgung abseits der Spitäler sicherzustellen.
Die steirischen Grünen fordern schon lange mehr Anstrengungen seitens des Landes bei der Errichtung von Primärversorgungszentren. Gesundheitssprecher Georg Schwarzl freut sich daher sehr über die Präsentation der geplanten Maßnahmen seitens der Bundesregierung:
„Wir Grüne haben im Jänner in unserem Plan für eine gesunde Steiermark als einen wesentlichen Punkt festgehalten, dass die Primärversorgung so schnell wie möglich ausgebaut werden muss. Der Bund setzt jetzt mit der Novelle des Primärversorgungsgesetzes die Voraussetzungen dafür, jetzt ist die Landesregierung gefordert, nachzuziehen. Es wird in Zukunft wesentlich einfacher möglich sein, dass verschiedene Gesundheitsberufe unter einem Dach zusammenarbeiten und damit ein breites Angebot mit ausgedehnten Öffnungszeiten bieten.“
Landesregierung muss jetzt nachziehen
Schwarzl sieht nun Gesundheitslandesrätin Bogner-Strauß unter Zugzwang: „In der Steiermark braucht es eine konkrete Anlaufstelle, die es ermöglicht, dass Gesundheitszentren in Zukunft möglichst schnell realisiert werden können. Wir fordern die Einrichtung eines Service Points, um organisatorische, rechtliche und wirtschaftliche Hürden bei der Gründung abzubauen. Dieser soll Ärzt:innen von der Idee bis zur Umsetzung bestmöglich unterstützen. Auf Bundesebene gibt es hier mit der Plattform Primärversorgung eine gute Grundlage. Für einen niederschwelligen Support sehen wir aber auch auf regionaler Ebene eine Anlaufstelle als notwendig.“