Zukunft des LKH Hörgas ist Thema im Landtag
In der Landtagssitzung kommenden Dienstag (23. April) wird Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl den zuständigen Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl zur Zukunft des ehemaligen Landeskrankenhauses Hörgas befragen. Sie erneuert in diesem Zusammenhang ihren schon vor Jahren eingebrachten Vorschlag: eine spezialisierte Klinik zur Remobilisation als Teil einer nachhaltigen Gesundheitspolitik.
Seit der Schließung der Covid-Station dient der Standort Hörgas als Fachärztezentrum, dessen Potenzial jedoch aufgrund von Personalmangel bei Weitem nicht ausgeschöpft wird. Krautwaschl sieht die dringende Notwendigkeit, endlich eine sinnvolle Nutzung des wertvollen Standorts Hörgas umzusetzen.
„Das LKH Hörgas wurde zuletzt vor jeder Landtagswahl von den amtierenden ÖVP Gesundheitslandesrät:innen auf die politische Agenda gesetzt, nur um danach in Vergessenheit zu geraten, mit einem stetig schrumpfenden Angebot. Wir begrüßen die Idee einer Belebung also absolut. Diesmal müssen aber echte, greifbare Maßnahmen gesetzt werden, die über die üblichen Wahlversprechen hinausgehen“, fordert Krautwaschl und schlägt die Einrichtung einer sogenannten Remobilisationsklinik vor – also eine Klinik, die jenen Patient:innen, die keine akute Krankenhausbehandlung mehr benötigen, jedoch noch nicht ausreichend mobil für eine Rückkehr nach Hause sind, eine Zwischenstation bietet.
„Eine Remobilisationsklinik in Hörgas wäre ein richtiger Schritt, um Patientinnen und Patienten, die noch nicht vollständig genesen sind, aber zu gesund für ein Krankenhausbett, die nötige Unterstützung und Therapie zu bieten. Dies würde ihnen ermöglichen, schneller in ihre gewohnte Umgebung zurückzukehren und somit ihre Lebensqualität deutlich verbessern und überfüllte Krankenhausstationen und Pflegeheime entlasten“, so Krautwaschl.
Die Grüne Vizebürgermeisterin von Gratwein-Straßenengel, Johanna Tentschert, ergänzt: „Wir müssen Leerstand sinnvoll nutzen, besonders jetzt. Hörgas gibt uns die Chance, einen bedeutenden Beitrag für die Gesundheitsversorgung und die Remobilisation der Menschen weit über unsere Gemeindegrenzen hinaus zu leisten. Die aktuelle Situation bietet uns die einzigartige Möglichkeit, gesundheitspolitische Weitsicht und zukunftsfähige Raumplanung miteinander erfolgreich zu verbinden.“