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28.03.2022 Neues aus den Gemeinden

Park­platz statt Park

Fürstenfeld hat eigentlich keine Fläche in der Innenstadt, die man einen „Stadtpark“ nennen könnte. Durch die Politik der ÖVP wird nun eine weitere Grünfläche an der Stadtmauer in der Feistritzgasse für einen Parkplatz verbraucht.

Anstatt dem Beispiel zahlreicher Städte zu folgen, die gerade den umgekehrten, zukunftsorientieren sowie klimafitten Weg wählen und Parkplätze reduzieren, wird in Fürstenfeld weiterhin grüner Boden versiegelt. Dass das nicht zeitgemäß ist und keineswegs der Reduktion der Erderwärmung dient, liegt auf der Hand. Wir Grüne würden die Flächen für Erholungsmöglichkeiten und schattenspendende Parks nutzen, um die Lebensqualität der Bewohner:innen zu verbessern.

Was wird in der Feistritzgasse gebaut?

136 Stellplätze (52 vermietete, 84 öffentliche) werden errichtet. Um das Oberflächenwasser der Parkflächen zu sammeln und gezielt abzuleiten, werden drei Retensionsbecken angelegt. Alle Rampen und Wege werden mit einem maximalen Gefälle von 6% ausgeführt und gelten daher als behindertengerecht.

Wir Grüne fordern die Bepflanzung mit geeigneten Bäumen. Um auf die Höhe der ehemaligen Tabakfabrik (Wohnungen und Ärztezentrum) zu gelangen, wird ein Lift errichtet werden, der mit Holz verkleidet und wie ein „Wehrturm“ gestaltet sein soll. Am Lifteingang beim Parkplatz sind Fahrradabstellplätze mit Ladestationen für E-Bikes geplant. Der Lift ist in einer Größe vorgesehen, die die Benutzung durch Rollstuhlfahrer:innen und auch den Transport von Fahrrädern ermöglichen soll.

Die Planung des Projektes liegt in der Verantwortung des Bauamtes der Stadtgemeinde. Die Planung und fachliche Begleitung durch das Bauamt ist wie gewohnt qualitätsvoll und dies wird von unserer Gemeinderats-Fraktion auch anerkannt. Das Bauamt hätte allerdings auch mit gleicher Qualität die Anlage eines Parks zur Erholung geplant. Kritik unsererseits gibt es am fehlenden Verkehrskonzept, wegen der Versiegelung und des Bodenverbrauchs für Parkplätze sowie an der Tatsache, dass man einen weiteren historischen Teil des ehemaligen Festungsgrabens dem Autoverkehr opfert.

Harald Peindl

2. Vizebürgermeister

harald.peindl@gruene.at
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