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03.03.2022 Presseaussendung

Arten­schutz: 5 vor 12!

Die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl nimmt den heutigen „Tag des Artenschutzes“ zum Anlass, um einmal mehr auf die dramatische Situation in der Steiermark hinzuweisen: 2358 Arten in der Steiermark sind akut gefährdet, wie das „Ökoteam“ vor kurzem bekannt gegeben hat. „Es ist fünf vor zwölf“, so Krautwaschl, die im Vorjahr ja auch mit einem Artenschutz-Schwerpunkt durch die steirischen Bezirke getourt ist um auf die Bedrohung aufmerksam zu machen: „Ohne den Schutz der Lebensräume gibt es keinen Artenschutz“, betont Krautwaschl und fügt hinzu: „Der rasant fortschreitende Verlust der weltweiten Biodiversität ist neben der Klimaerwärmung die zweite große Bedrohung unserer Zeit!“

 

Die Grüne Klubobfrau verweist dazu auch auf den Zusammenhang zwischen Raumplanung und Natur-, Umwelt- und Artenschutz. Der „Flächenfraß“ in der Steiermark ist österreichweit am höchsten, es ist bekannt, dass täglich Boden im Ausmaß von ca. 2,7 ha versiegelt wird: „Das bedeutet nicht nur katastrophale Auswirkungen in Form von lokalen Überschwemmungen aufgrund mangelnder Versickerungsmöglichkeit bei (auch klimaveränderungsbedingt) immer häufiger werdenden Stark-Niederschlagsereignissen, sondern auch, dass Natur und Umwelt, respektive ansässige Arten (Pflanzen wie auch Tiere) ihres Raumes beraubt und immer weiter zurückgedrängt werden. Daher muss in der Raumplanung den Aspekten des Umwelt-, des Natur- und des Artenschutzes ein höherer Stellenwert eingeräumt werden“, so Krautwaschl – ein entsprechender Grüner Antrag „wartet“ bereits seit längerer im Landtag auf Behandlung, die von den RegierungsvertreterInnen angekündigte Reform der Raumordnung liegt freilich immer noch nicht am Tisch: „Die Landesregierung muss (auch) beim Artenschutz endlich aufwachen!“

 

Gleichzeitig starten Krautwaschl aktuell auch eine neue Landtags-Initiative zum Schutz des gefährdeten Alpenbocks: Denn schon 2015 (!) führte das Ökoteam im Auftrag der Marktgemeinde Deutschfeistritz eine Kartierung im Grazer Bergland durch. Das Ergebnis war bekanntlich, dass das Vorkommen des „prioritären EU-Schutzguts“ Alpenbock („Rosalia alpina“) etwa im Jodlgraben dem Gebiet höchsten naturschutzfachlichen Wert von gemeinschaftlichem Interesse verleiht. Doch trotz mehrerer Grüner Initiativen, das Gebiet als schützenswertes Natura-2000-Gebieten auszuweisen, ist es bis heute nicht so weit, kritisiert die Krautwaschl: Sie erinnert daran, dass die Landesregierung den Grünen auf eine Anfrage mitgeteilt hatte, dass ein haltbarer Zeitplan erst nach Fertigstellung des abschließenden Gutachtens, voraussichtlich bis spätestens September 2020, erstellt werden kann. In den Jahren 2018 und 2019 wurden Zusatzerhebungen durchgeführt. Darüber hinaus erfolgten ExpertInnenbefragungen bzw. Abfragen von Datenbanken zur Erhebung von Informationen über potentielle weitere im Gebiet vorkommende Schutzgüter. Doch obwohl nun alle wesentlichen Daten vorliegen, wurde das Gebiet noch immer nicht als Europaschutzgebiet ausgewiesen“, so Krautwaschl, die in ihrem neuen Antrag, siehe anbei, jetzt Landesrätin Lackner auffordert, „die landesweit größte und bedeutendste Population des Alpenbocks endlich zu schützen und das betreffende Gebiet im nördlichen Grazer Bergland unverzüglich (!) als Natura 2000-Gebiet auszuweisen!“

 

red Die Grünen Steiermark
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