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07.04.2022 News

Start der Kam­pagne "Bo­den gut machen"

Multichannel-Kampagne für mehr Bodenschutz

Die Steiermark ist Spitzenreiterin im Bodenverbrauch: In keinem anderen Bundesland wird so viel zubetoniert wie bei uns. Im Schnitt gehen jedes Jahr unglaubliche 12km² Boden verloren, das entspricht bis zu fünf Fußballfeldern pro Tag.
Die Grünen fordern bereits seit langem gesetzliche Verbesserungen, um dem Flächenfraß Einhalt zu gebieten. Denn so kann es auf keinen Fall weitergehen.

UNSERE LEBENSGRUNDLAGE DARF NICHT VERLOREN GEHEN

Gesunder, unverbauter Boden ist einer der größten CO2-Speicher und erfüllt viele essentielle Aufgaben in unserem Ökosystem. Er ist notwendig für den Anbau von Lebensmitteln und bietet Lebensraum für Mensch und Tier. Außerdem nimmt er Wasser auf und sorgt über die Verdunstung für Kühlung – um die Auswirkungen des Klimawandels wie Dürre, Hitze und Überschwemmungen abzumildern, braucht es also jeden Quadratmeter Boden.
Um die Ernährungssicherheit auch in Zukunft gewährleisten zu können, müssen die wertvollen landwirtschaftlichen Anbauflächen jedenfalls erhalten bleiben. Der Krieg in der Ukraine zeigt uns, wie schnell eine Abhängigkeit von Importen aus dem Ausland zu Preissteigerungen und Engpässen führen kann.
Die österreichische Hagelversicherung zeichnet hier ein drastisches Bild: Schreitet die Bodenversiegelung im gleichen Tempo fort wie bisher, wird es in Österreich in 200 Jahren keinen einzigen Acker mehr geben.

DIE RAUMORDNUNGSNOVELLE VON SPÖ UND ÖVP IST NICHT AUSREICHEND

Nach jahrelanger Untätigkeit hat die Landesregierung nun endlich den lange versprochenen Entwurf für die Änderung der Raumordnung vorgelegt, mit geplantem Beschluss in der kommenden Landtagssitzung am 26. April.

Mit diesem Gesetz wird die Steiermark keinen Boden gut machen. Es handelt sich bestenfalls um ein ‚Reförmchen‘, wichtige Änderungen fehlen und in einigen Bereichen kommt es sogar zu Verschlechterungen.“, fasst Klubobfrau Sandra Krautwaschl zusammen: „Für echten Boden- und Klimaschutz braucht es jedenfalls mehr!“

Auf Druck der Grünen kommt es nun zumindest zu einer Begutachtung, allerdings war von Seiten der SPÖ im letzten Ausschuss bereits zu hören, dass keine weiteren Änderungen im Gesetzestext mehr vorgesehen sind. Dieses Vorgehen kritisiert Krautwaschl scharf und startet daher eine Kampagne, um darauf aufmerksam zu machen, was es eigentlich bräuchte, um endlich Boden gut zu machen.

KONKRETE FORDERUNGEN DER GRÜNEN

In erster Linie muss in der Raumordnung sichergestellt werden, dass Grünland wirklich Grünland bleibt. Ein weiteres Ausfransen des Siedlungsgebiets muss verhindert werden (Auffüllungsgebiete streichen, keine Einkaufszentren mehr auf der grünen Wiese).
Gleichzeitig müssen die Ortskerne gestärkt werden: Ein Bodenfonds nach Tiroler Vorbild könnte leistbares Wohnen im Ortszentrum sicherstellen, in dem den Gemeinden Geld zur Verfügung gestellt wird, um strategisch Grundstücke und Immobilien anzukaufen.
Bereits versiegelte Flächen müssen besser genutzt bzw. wiederverwendet werden.

BODENSCHUTZ-KAMPAGNE „BODEN GUT MACHEN“

Mit dem Startschuss am 7. April im Presseclub in Graz wird großflächig „Boden gut machen“ plakatiert und die Botschaft mit einer Multichannel-Kampagne online und offline in der ganzen Steiermark verbreitet. Die Forderung der Grünen: „Lebensgrundlage schützen statt Zukunft verbauen“.

 

Klubobfrau Sandra Krautwaschl tourt in den nächsten Wochen durch die Steiermark, um am Beispiel mehrerer Gemeinden aufzuzeigen, mit welchen konkreten Maßnahmen in den Gemeinden Boden gut gemacht und die Lebensqualität für die Menschen vor Ort gesteigert werden kann. An Hand von Renderings wird sichtbar gemacht, wie konkrete Plätze an zentralen Orten in den Gemeinden mit einfachen Maßnahmen nicht nur verschönert, sondern auch lebenswerter gestaltet werden könnten. Die erste Visualisierung präsentiert Krautwaschl schon morgen Freitag in St. Radegund, es folgen Fehring und Leoben sowie weitere Gemeinden im ganzen Bundesland.

In den steirischen Gemeinden werden die Menschen vor Ort über Kooperationen mit lokalen Gärtnereien zum Mitmachen animiert. Jede:r einzelne kann schon auf einem kleinen Fleckchen Erde einen Beitrag für Boden- und Umweltschutz leisten und die Artenvielfalt fördern. Die Grünen verteilen insgesamt 15.000 Samensäckchen, selbstverständlich bienenfreundlich und in Bio-Qualität.

Das Thema Bodenschutz wird außerdem in einer Online-Kampagne mit Info-Videos und der Zusammenarbeit mit Influencerinnen aufbereitet, die niederschwellig die komplexe Materie Bodenschutz und Raumordnung verständlich erklären.

Klubobfrau Sandra Krautwaschl: „Wir nutzen alle unsere Kanäle, um Menschen zum Mitmachen zu animieren und außerdem Vorreiter:innen vor den Vorhang zu holen, die schon ganz viel für den Erhalt unseres Bodens tun. Nur gemeinsam können wir die Lebensgrundlage für kommende Generationen sichern.“

red Die Grünen Steiermark
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