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16.11.2022 News

Chancengleichheit in der Sportförderung

"Strukturelle Benachteiligungen für Frauen in der Sportförderung gehören behoben"
Georg Schwarzl, Sportsprecher der Grünen Steiermark

Mit einem Antrag an den Landtag machen sich die Grünen Steiermark stark für eine Reform der Sportförderung auf Landesebene. Das Ziel: endlich echte Chancengleichheit, um der formal angestrebten 45-Prozent-Frauenquote im Spitzensport einen Schritt näher zu kommen. Konkret soll zum einen im Landtag beschlossen werden, Frauen im Breitensport gezielt zu fördern, um den Frauenanteil im Spitzensport zu erhöhen. Zum anderen sollen auch Frauen auf Spitzensport-Ebene gezielter gefördert werden, um bestehende strukturelle Nachteile auszugleichen. Denn die Realität zeigt: „Im Gegensatz zu Männern finden Frauen im Sport immer noch keine adäquaten Strukturen vor, um auf Spitzenniveau zu kommen“, konstatiert der Grüne Sportsprecher LAbg. Georg Schwarzl.

Noch unter Anton Lang ist zwar die Fördergleichstellung für Vereine auf Schiene gebracht worden – ein erster wichtiger Schritt, der dafür sorgt, dass Frauen- und Männerteams, die sich bereits auf demselben Niveau befinden, gleiche Förderbeträge erhalten. Allerdings lässt dieses System komplett außer Acht, dass Frauen aufgrund der bisherigen Nachteile – gerade in struktureller Hinsicht – gar nicht auf die notwendige Ebene kommen können, um Fördergelder gleichermaßen wie Männer zu erlangen.

„Dieser Teufelskreis gehört durchbrochen, indem die strukturellen Benachteiligungen ausgeglichen werden. Das geht nur mit Unterstützung von außen“, so Schwarzl. Hoffnungsfroh stimmt ihn, dass im Juli 2022 mit Juliane Bogner-Strauß jene Landesrätin die Sportagenden übernommen hat, die auch für Gleichstellung zuständig ist. „Die Landesrätin hat sicher einen anderen Blickwinkel auf das Thema und kann hier Wirksames umsetzen.“