Skip to main content
01.12.2023 News

„­Sim-Cam­pus war eine Chi­mä­re“

Der Grüne Verkehrssprecher Lambert Schönleitner am Rednerpult im Sitzungssaal des Steiermärkischen Landtags

Im heutigen Sonderlandtag kritisierte der Grüne Kontrollsprecher Lambert Schönleitner die Vorgänge rund um den Verkauf des ehemaligen Krankenhauses in Eisenerz erneut massiv. Das Projekt war demnach von Anfang an unseriös, die Bevölkerung von Eisenerz hätte sich mehr verdient.

„Wenn Regierungsmitglieder oder wie hier der Landeshauptmann den Landesrechnungshof besonders loben, dann liegt besonders viel im Argen“, meinte Schönleitner eingangs und erinnerte daran, dass es die Oppositionsparteien waren, die von Anfang an skeptisch in Bezug auf das Projekt „Simulationskrankenhaus“ waren und die Prüfung durch den Landesrechnungshof beantragten. „Alles, was wir als Opposition stets an Kritik eingebracht hatten, wurde vom Landesrechnungshof bestätigt.“

Das Projekt sei von Anfang an nichts anderes als ein Trugbild, eine Schimäre gewesen: „Man macht der Bevölkerung weis, etwas für die regionale Entwicklung zu tun. Da wurden öffentlichkeitswirksam Würstel gegessen und Bänder durchgeschnitten, Second-Hand-Patientenattrappen mussten für medienwirksame Fotos herhalten. Doch es hat nur wenige Wochen gedauert, bis sich die Nebel gelichtet haben. Der Sim-Campus war eine Schimäre. Das hat auch der Landesrechnungshof festgehalten.“

Beim Verkaufsprozess wurde demnach jede kaufmännische Sorgfaltspflicht missachtet, es gab keine Sicherstellungen und keine Bonitätsprüfung des Käufers. „Mit der Folge, dass bis heute kein Euro beim Land angekommen ist“, so Schönleitner, der zusammenfasste: „Einmal ist das Projekt schiefgegangen, einmal wurde beim Verkaufsprozess versagt. Der Sim-Campus war von Anfang an absolut unseriös. Ich würde mir wünschen, dass alles, was jetzt in Eisenerz passiert, seriös ist. Wenn wir Geld investieren, muss für die Bevölkerung etwas herauskommen, was Bestand hat.

red Die Grünen Steiermark
Beitrag teilen
1
2
3
4
5
6
7
8