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26.02.2024 News

Klar­heit ge­for­dert: Pri­mär­ver­sor­gung vor bil­li­gem Po­pu­lis­mus

Zu sehen: Grünen-Chefin Sandra Krautwaschl gemeinsam mit dem Grünen Gesundheitssprecher Georg Schwarzl im Gespräch in einer Ordination

Die Ankündigung sogenannter "Steirer-Ambulanzen“ durch Landeshauptmann Christopher Drexler – eine Idee, die mehr nach einem unausgegorenen PR-Gag als nach einer durchdachten Lösung für die Gesundheitsversorgung klingt – sorgt bei den Grünen für mehr als nur Stirnrunzeln: In der morgigen Landtagssitzung fordern sie von Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl klare Antworten zur Zukunft der Primärversorgung in der Steiermark.

„Bis 2025 sollen 30 Primärversorgungszentren das Rückgrat der steirischen Gesundheitsversorgung bilden. Wo ist der Fahrplan für die Umsetzung?“, fragt Grünen-Chefin Sandra Krautwaschl. „Wo bleiben die Standorte für die neuen Zentren? Wann werden diese Zentren realisiert? Wie sieht es mit Kinderprimärversorgungszentren aus? Wir fordern endlich Taten statt neuer Nebelgranaten“, so Krautwaschl.

Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl selbst hat die Bedeutung der Primärversorgungszentren für die wohnortnahe Versorgung mehrfach betont. „Trotzdem haben wir es jetzt mit neuen Luftschlössern zu tun, die mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten“, kritisiert Krautwaschl die jüngst von der ÖVP und insbesondere von Landeshauptmann Christopher Drexler ins Spiel gebrachten Pläne zur Einführung von sogenannten “Steirer-Ambulanzen“. Und Gesundheitssprecher Georg Schwarzl legt nach: „Nachdem es die Landesregierung jahrelang verabsäumt hat, die in den Regionen vor Ort dringend notwendige medizinische Versorgung nachhaltig sicherzustellen, verunsichert der Landeshauptmann die steirische Bevölkerung mit seinen unausgegorenen Ideen. Wie sinnvoll sind Parallelstrukturen, mit denen wir riskieren bestehende Strukturen zu schwächen? Woher soll das Personal für diese neuen Einrichtungen kommen, wenn wir im niedergelassenen Bereich und in den steirischen Spitälern jetzt schon mit Engpässen zu kämpfen haben?“, so Schwarzl.

Die Misstöne innerhalb der Landesregierung verdeutlichen die Zweifel: „Wenn selbst die SPÖ als Koalitionspartner der ÖVP die Machbarkeit und Wirksamkeit dieser Pläne in Frage stellt, wie sollen dann die Bürgerinnen und Bürger Vertrauen in so ein überstürztes Projekt haben?“, fragt Krautwaschl. Für die Grünen ist es an der Zeit, dass sich Drexler und sein Team von überhasteten Schnellschüssen verabschieden und stattdessen endlich längst beschlossene Pläne umsetzen. Klubobfrau Sandra Krautwaschl erinnert in diesem Zusammenhang an die Bundesebene: „Mit der Gesundheitsreform haben ÖVP und Grüne einen wichtigen Schritt gesetzt, um die Gesundheitsversorgung aller Steirerinnen und Steirer nachhaltig zu verbessern. Darauf sollten wir aufbauen, anstatt aus wahltaktischen Gründen die Bevölkerung mit billigem Populismus weiter zu verunsichern.“

 

Die Dringliche Anfrage im Wortlaut>>[Download]

Redaktion Die Grünen Steiermark
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