"Meilenstein für den Schutz der Sorten- und Artenvielfalt"
Andreas Lackner begrüßt Österreichische Patentgesetznovelle
„Die Bedeutung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ministerin Leonore Gewessler hat damit ein jahrzehntelanges Kernthema der Grünen durchgebracht“, kommentiert der Grüne Landwirtschaftssprecher Andreas Lackner den Beschluss des Nationalrats für ein Patenverbot für herkömmliche Tier- und Pflanzenzüchtungen.
„Das neue Gesetz ist ein wirklicher Meilenstein für den Schutz der Sorten- und Artenvielfalt. Innerhalb der EU nimmt Österreich damit eine Vorreiterrolle ein“, freut sich Lackner. In den letzten zehn Jahren hatte das Europäische Patentamt (EPA) mit Sitz in München wegen unklarer Formulierungen bzw. Schlupflöcher im Patentrecht rund 300 Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen an Konzerne wie Bayer, BASF und Carlsberg erteilt. Die österreichische Patentgesetznovelle schließt diese Schlupflöcher nun, die Patentierung von Leben wird entscheidend erschwert oder unmöglich gemacht.
Für Lackner hat das Patentverbot auch Signalwirkung für die kleinstrukturierte (steirische) Landwirtschaft: „Es stärkt die Unabhängigkeit unserer kleinbäuerlichen Betriebe, insbesondere bei der Züchtung und Entwicklung neuer Sorten. Dem Zugriff der großen Saatgutkonzerne auf unsere Ernährungssicherheit wird damit ein Riegel vorgeschoben.”