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30.09.2022 Presseaussendung

Ortskern erfolgreich geschützt

Parteiübergreifender Schulterschluss gegen Supermarkt außerhalb von Heiligenkreuz am Waasen

15.000 m2 Gewerbegebiet im Kreuzungsgebiet Heiligenkreuz – Prosdorf an der B73 sollten in Dorfgebiet umgewidmet werden, um dort die Errichtung eines großen Supermarkts zu ermöglichen. Der ÖVP-Bürgermeister von Heiligenkreuz am Waasen ist jedoch mit diesem Vorhaben grandios gescheitert: In der Gemeinderatssitzung hat nur ein weiterer ÖVP-Mandatar mitgestimmt. Vier ÖVP-Gemeinderäte sowie die gesamte Opposition waren gegen diese Umwidmung. Damit ist vorerst vom Tisch, dass ein neuer SPAR außerhalb des Siedlungsgebiets errichtet wird, was nicht nur weitere Bodenversiegelung bedeutet hätte, sondern auch eine Schwächung des Ortskerns von Heiligenkreuz am Waasen.

Allianz aller Parteien hält Fehlentwicklung auf

Diesen Schulterschluss über die Parteigrenzen hinweg sieht der Grüne Gemeinderat Otmar Handler als großen Erfolg und als Ergebnis vieler Gespräche, die er in den letzten beiden Jahren geführt hat. „Der Hausverstand hat sich durchgesetzt. Wir müssen uns wirklich die Frage stellen: Wieviele Supermärkte braucht der Mensch? Sicher nicht einen weiteren auf der grünen Wiese, der dem Ortszentrum von Heiligenkreuz am Waasen noch mehr Leben entzieht. Der Schutz eines lebendigen Ortskerns ist wesentlich für die Lebensqualität im Ort.“  Handler betont vor allem die erfolgreiche Allianz mit den anderen Parteien: „Es zeigt sich, dass wir auf Sachebene durchaus gemeinsam gute Arbeit leisten können.“

Klubobfrau Krautwaschl stolz auf Grüne Gemeinderät:innen

Die Klubobfrau der Grünen im Landtag, Sandra Krautwaschl, zeigt sich hocherfreut über diesen Erfolg: „Ich bin stolz, dass es unseren Gemeinderät:innen gelungen ist, eine Fehlentwicklung aufzuhalten. Dass auch Mandatare der Bürgermeisterpartei dagegen gestimmt haben, zeigt mir, wie notwendig es ist, eine andere Politik zu machen. Wir Grüne setzen uns auf Landesebene selbstverständlich weiterhin mit aller Kraft für eine zukunftsfähige Bodenschutzreform ein. Denn wir müssen endlich beginnen, unsere Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu erhalten – lebenswerte, lebendige Ortszentren sind da ein ganz wichtiger Teil davon.“

 

In Heiligenkreuz am Waasen wollen demnächst alle Oppositionsparteien mit einem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag einen Beitrag für die weitere Entwicklung der Gemeinde leisten: Der Ortskernkoordinator des Landes soll engagiert werden, sich das Entwicklungsgebiet Heiligenkreuz am Waasen – Prosdorf genauer anzusehen. „Außerdem werden wir Grüne anregen, dass sich alle Bürgermeister der Region in Sachen Flächenwidmung zusammentun. Denn die Ansiedlung von Handel und Gewerbe muss jedenfalls gemeindeübergreifend gedacht werden“, ergänzt Gemeinderat Otmar Handler.