Schützen wir unsere Ökoflächen
Grüne beantragen Schutzstatus für südoststeirische Ökoflächen
Mit einer steiermarkweiten Naturschutzoffensive wollen die Grünen ein konkretes Zeichen für den Erhalt der Biodiversität setzen. In Anträgen an die Bezirkshauptmannschaften fordern sie die Ausweisung geschützter Landschaftsteile, um natürliche Lebensräume zu bewahren, Artenvielfalt zu fördern und Ökosysteme zu schützen. Im Bezirk Südoststeiermark wurde die Grüne Bezirksgruppe nun aktiv.
Im Windschatten der aktuellen Debatte um das EU-Renaturierungsgesetz haben die Grünen eine steiermarkweite Naturschutzinitiative gestartet: Darin fordern sie die zuständigen Bezirkshauptmannschaften auf, Ökoflächen im jeweiligen Bezirk zu geschützten Landschaftsteilen zu erklären.
Zweckentfremdung von Ökoflächen stoppen
Der Hintergrund: Ökoflächen wurden ursprünglich als Ausgleich für landwirtschaftlich genutzte Flächen geschaffen, um natürliche Lebensräume zu erhalten, die Artenvielfalt zu fördern und Ökosysteme zu schützen. In der Regel handelt es sich dabei um Böschungsflächen, Heckenstreifen, Feldraine oder Biotope und andere Feuchtflächen. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele dieser Flächen nicht fachgerecht gepflegt werden, sondern zum Beispiel als Grünschnittlager oder Sperrmüllabladeplatz genutzt werden. „Im Sinne des Naturschutzes müssen die Bezirkshauptmannschaften dieser Zweckentfremdung einen Riegel vorschieben. Mit der Ausweisung der Flächen als geschützte Landschaftsteile geht das schnell und einfach“, erklärt die Grüne Klubobfrau Sandra Krautwaschl.
Antrag für den Bezirk Südoststeiermark eingereicht
Unterstützt wird Krautwaschl dabei von den Grünen Bezirksgruppen, die entsprechende Anträge – samt Liste der betroffenen Grundstücke – an die Bezirkshauptmannschaften richten. Im Bezirk Südoststeiermark wurde ein entsprechender Antrag kürzlich eingebracht. „Entschlossenes Handeln in dieser Sache ist gerade in der Südoststeiermark von großer Bedeutung. In unserem Bezirk finden sich die meisten Ökoflächen“, so Bezirkssprecherin Marianne Müller-Triebl.
Müller-Triebls Stellvertreter Andreas Lackner, Landtagsabgeordneter und Obmann der Grünen Bäuerinnen und Bauern Steiermark betont: „Landwirtschaft funktioniert langfristig nur mit der Natur, der wir klarerweise auch Raum geben müssen. Die Natur ist der Baukasten mit dem wir arbeiten. Auf den müssen wir gut schauen.“
Und Krautwaschl ergänzt: „Wenn es uns gelingt, diese wichtigen Flächen der Natur zurückzugeben, schaffen wir eine wichtige Voraussetzung für eine starke und intakte Natur und für mehr Artenreichtum. Beides brauchen wir dringend, um bestmöglich gegen die Klimakrise gewappnet zu sein.“