Müssen Gemeinden für Community Nurses zahlen?
Die steirischen Grünen haben im Landtag erneut nachgehakt, wie es mit dem Erfolgsprojekt der Community Nurses weitergeht. Eine fixe Zusage über die weitere Finanzierung blieb Landesrat Kornhäusl schuldig. Aus Gemeinden ist zu hören, dass es in Zukunft eine 60:40- Finanzierung geben soll.
Das vom Gesundheitsministerium initiierte Projekt Community Nursing läuft Ende des Jahres aus, und obwohl Mittel über den Finanzausgleich bereitgestellt wurden, fehlt bisher eine verbindliche Zusage der steirischen Landesregierung zur Finanzierung. Zuletzt haben auch die Bürgermeister:innen der betroffenen Gemeinden in einem Brief an die Landesregierung eine „nachhaltige Lösung zur Fortführung“ des Programms gefordert.
Klubobfrau Krautwaschl stellte klar: „Community Nursing ist eine große Chance für eine zukunftsfähige Entwicklung der Pflege, sowohl was die Leistbarkeit als auch was die gesunden Lebensjahre zu Hause anbelangt. Es ist wohnortnah, präventiv, unbürokratisch und für die zu Pflegenden kostenfrei.“
In seiner Antwort ließ Landesrat Kornhäusl die künftige Finanzierung des Community Nursing völlig offen. Aus betroffenen Gemeinden ist zu hören, dass diese in Zukunft 40 Prozent der Kosten tragen müssen. Krautwaschl: „Im Hinblick auf die schwierige finanzielle Lage vieler Gemeinden ist nur schwer vorstellbar, dass das Projekt in allen Regionen fortgeführt werden kann. Das ist für uns Grüne völlig inakzeptabel. Was überhaupt nicht geht: Vom Bund Gelder kassieren und dann die Gemeinden zahlen lassen.“