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15.02.2023 News

Grüne fordern flächendeckende Mobilitätsgarantie

Zu sehen ist: Lambert Schönleitner (Grüne) vor einer S-Bahn
"Wir fordern: Mit dem Klimaticket bis zur Haustür! Die Steiermark braucht eine Mobilitätsgarantie für den ländlichen Raum. "
Lambert Schönleitner, Sprecher für Mobilität

Mit einer Mobilitätskampagne, einer Landtagsinitiative und einer Petition wollen die Grünen den öffentlichen Verkehr in der Steiermark weiter stärken. Kern des Anliegens: Zusätzlich zum Bahn-Bus-Bim-Angebot sollen Mikro-ÖV-Systeme wie Anruf-Sammeltaxis oder Mikrobus-Linien steiermarkweit in das Tarifsystem des Klimatickets eingebunden und die Lücken im regionalen Nahverkehr geschlossen werden. Der öffentliche Verkehr soll damit in ländlichen Regionen wesentlich breiter nutzbar werden. Die Landesregierung soll die Gemeinden in der Planung, Umsetzung und Finanzierung entlasten.

Mit einer Mobilitätskampagne, einer Landtagsinitiative und einer Petition wollen die Grünen den öffentlichen Verkehr in der Steiermark weiter stärken. Kern des Anliegens: Zusätzlich zum Bahn-Bus-Bim-Angebot sollen Mikro-ÖV-Systeme wie Anruf-Sammeltaxis oder Mikrobus-Linien steiermarkweit in das Tarifsystem des Klimatickets eingebunden und die Lücken im regionalen Nahverkehr geschlossen werden. Der öffentliche Verkehr soll damit in ländlichen Regionen wesentlich breiter nutzbar werden. Die Landesregierung soll die Gemeinden in der Planung, Umsetzung und Finanzierung entlasten.

Preiswerte und flächendeckende Mobilitätsgarantie

Insbesondere für die sogenannte erste bzw. letzte Meile – also die Strecke zwischen Wohnort und Haltestelle – ortet Schönleitner dringenden Handlungsbedarf. Und hat zwei ganz konkrete Vorschläge in petto: „Zum einen braucht es eine echte flächendeckende Mobilitätsgarantie – ein verlässliches Öffi-Angebot in allen steirischen Siedlungsbereichen.“ Beispielgebend sein könne der Verkehrsverbund Ost-Region (Wien, Niederösterreich und Burgenland, kurz VOR), der hier schon viel weiter ist und im Mostviertel im Juli 2023 ein Pilotprojekt startet: Ist die Anbindung nicht im bestehenden Linienverkehr enthalten, stehen innerhalb der Pilotregion Mikro-ÖV-Angebote im Gesamtpaket des Klimatickets zur Verfügung. Dieses Angebot kann mit Zeitkarten wie dem Klimaticket bzw. zum Normaltarif des Verkehrsverbundes ohne Aufpreis genutzt werden.
„Was Niederösterreich kann, kann die Steiermark auch. Wir wollen die Steiermark zur Vorreiterin in der öffentlichen Mobilität im ländlichen Raum machen“, so Schönleitner.

Grüne Initiativen auf mehreren Ebenen

Die Grünen haben nun einen Antrag an die Landesregierung gestellt und wollen die Maßnahmen in der Mobilitätsstrategie des Landes Steiermark (die derzeit in Ausarbeitung ist, Anm.) verankert wissen. „So können wir den Menschen auch am Land eine echte tragfähige Alternative bieten“, begründet Schönleitner. Er möchte den Druck auf die Landesregierung auch mittels Petition erhöhen. Die Grünen sammeln dafür Unterschriften von der steirischen Bevölkerung. In den nächsten Wochen wird Schönleitner außerdem durch die Regionen touren, um die Initiative zu bewerben. Anträge der Grünen in den steirischen Gemeinden, die längst auf so ein Mobilitätsmodell drängen, sind ebenso geplant.
Ist die Forderung realistisch? Schönleitner: „Selbstverständlich ist das realistisch. Jenen, die das Gegenteil behaupten, sage ich: Vor Jahren wurde uns erzählt, ein österreichweites Öffi-Ticket wäre nicht machbar. Heute ist das Klimaticket eine Erfolgsgeschichte, die alle Erwartungen übertroffen hat.“

Der Grüne Verkehrssprecher Lambert Schönleitner am Bahnhofsteig

DIE KONKRETEN FORDERUNGEN

  • VERLÄSSLICHES ÖFFI-ANGEBOT IN ALLEN STEIRISCHEN SIEDLUNGSBEREICHEN
    In der Mobilitätsstrategie des Landes Steiermark soll eine flächendeckende Mobilitätsgarantie verankert werden, welche der steirischen Bevölkerung den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr in allen Regionen ermöglicht und – durch Kostenübernahme durch das Land Steiermark – gleichzeitig die Gemeinden finanziell entlastet.
  • MIT DEM KLIMATICKET BIS ZUR HAUSTÜR
    Die sogenannte “letzte Meile” – also die Strecke innerhalb des Wohnorts oder zur nächstgelegenen Haltestelle – soll im Gesamttarifsystem berücksichtigt werden, das Klimaticket auch für bedarfsorientierte Mikro-ÖV-Systeme wie z. B. Anrufsammeltaxis und Mikrobuslinien gelten.