Maria Huber neue Bundesrätin
Die Deutschlandsbergerin Maria Huber übernimmt das Mandat ihres Parteikollegen Andreas Lackner, der für Alexander Pinter in den steirischen Landtag wechselt. Die Weststeiermark hat damit ihre erste grüne Abgeordnete – und einen starken, direkten Draht nach Wien.
„Maria Huber war unsere Wunschkandidatin. Als Verfahrenstechnikerin und erfolgreiche Unternehmerin verfügt sie über genau jene berufliche Expertise, die wir im Bundesrat zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen – Stichworte Energiewende und Klimakrise – so dringend brauchen“, freut sich die steirische Klubobfrau der Grünen Sandra Krautwaschl über Hubers Wechsel nach Wien.
Regionale Bezugspunkte
Wobei: Abhanden kommt Maria Huber der Weststeiermark nicht, wie die Miteigentümerin der IAF Industrieanlagentechnik in Frauental an der Lassnitz selbst erklärt: „Die Region liegt mir am Herzen. Als Bezirkssprecherin der Grünen und als Deutschlandsberger Gemeinderätin habe ich weiterhin mein Ohr bei den Leuten im Bezirk.“ Ob der Schutz der Schwarzen Sulm, der Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs oder die Absicherung von regionalen Arbeitsplätzen: Huber möchte als Bundesrätin auch regional brisante Themen in den Bundesrat hineintragen. „Maria Huber kennt die drängendsten Themen aus der Region und kann sie im Bundesrat auf noch höherer Ebene vertreten“, sieht Krautwaschl in Huber ein wichtiges Bindeglied aus der Region hinein in den Bundesrat.
Wirtschaftsmotor Klimaschutz
Huber hat die Themen Energie, Klima und Umweltschutz im Fokus. Sie möchte mit grüner Politik aufzeigen, dass Ökologie und Wirtschaft sich nicht zwangsläufig widersprechen müssen. „Die Klimakrise ist im Bewusstsein der Gesellschaft angekommen und viele Unternehmen erkennen bereits, dass der Klimaschutz ein wirtschaftliches Zugpferd sein kann.“ Gerade in der Steiermark gäbe es viele innovative Industrie- und Wirtschaftsbetriebe, die sich durch die Energiewende Wettbewerbsvorteile sichern möchten. Für die braucht es die politischen Rahmenbedingungen, um schneller von fossilen Energieträgern wegzukommen.
Startschuss fällt in wenigen Tagen
Mitte Juli findet für Maria Huber die erste Bundesratssitzung statt. Die zweifache Mutter („Ohne Unterstützung der Familie könnte ich die neue Funktion nicht ausüben“) begegnet der neuen Aufgabe mit Respekt, aber auch mit viel Freude, denn: „Wer sich politisch engagiert, möchte auch aktiv mitgestalten. Als Bundesrätin kann ich mich nun direkt in die Gesetzgebung einbringen und die Anliegen und Interessen der Bevölkerung stark im Bund vertreten.“