Lebensgrundlage Wasser sicherstellen
Schon jetzt scheint klar: Weite Teile Europas werden heuer erneut mit massiver Dürre zu kämpfen haben – und auch die Steiermark leidet bereits unter Wassermangel. Die Grünen wollen über das Thema Lebensgrundlage Wasser in der kommenden Landtagssitzung am 25. April ausführlich diskutieren: In einer „aktuellen Stunde“ zu Beginn der Sitzung wird auf Wunsch der Grünen debattiert, wie die Wasserversorgung in der Steiermark langfristig sichergestellt werden kann.
Klubobfrau Sandra Krautwaschl streicht die Dringlichkeit hervor: „Bis jetzt haben wir immer gedacht, dass Wasser in unserem Land unbegrenzt zur Verfügung steht. Österreich ist zwar ein wasserreiches Land, aber die Niederschläge und Wasserressourcen sind regional ungleichmäßig verteilt. Und der Blick in die Zukunft ist besorgniserregend: Es ist zu befürchten, dass die Grundwasserreserven bis 2050 um ein Viertel zurückgehen. Die Böden sind schon jetzt ausgetrocknet, die Grundwasserpegel so tief wie noch nie und viele Hausbrunnen versiegt.“
Die Landesregierung muss die Erhaltung der Lebensgrundlage Wasser daher ganz oben auf ihre Prioritätenliste setzen, fordert die steirische Grünen-Chefin: „Am wichtigsten ist es jetzt, das Wasser in der Landschaft zu halten und den natürlichen Wasserhaushalt wiederherzustellen: Dafür müssen zum Beispiel Flüsse renaturiert werden, weiteres Zubetonieren von Böden verhindert und schon versiegelte Flächen entsiegelt werden, außerdem die Qualität des Bodens verbessert werden, etwa durch Humusaufbau – und Moore wiedervernässt werden: Denn Feuchtgebiete speichern enorm viel CO2 und sind ein ganz wichtiger Faktor im Kampf gegen die Erderhitzung.“