Ohne Wasser kein Leben
Auch wenn die Regenfälle der letzten Wochen eine vorübergehende Entspannung gebracht haben, ist klar: Weite Teile Europas werden spätestens im heurigen Sommer erneut mit massiver Dürre zu kämpfen haben. Österreich ist zwar ein wasserreiches Land, die Niederschläge sind aber ungleichmäßig verteilt und vor allem die südliche und östliche Steiermark sind mit Wasserknappheit und sinkenden Grundwasserständen konfrontiert.
Die Grünen bringen das Thema in den Landtag: Die Sitzung am Dienstag, 24. April, wird mit einer Debatte zur Lebensgrundlage Wasser eröffnet. Im Mittelpunkt steht für die Grünen die Frage: Wie kann die Wasserversorgung in der Steiermark langfristig sichergestellt werden?
Klubobfrau Sandra Krautwaschl: „Bis jetzt haben wir immer gedacht, dass Wasser in unserem Land unbegrenzt zur Verfügung steht. Das stimmt leider so nicht: viele Hausbrunnen sind versiegt, die Feuerwehren mussten zuletzt zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, um Menschen und Nutztiere mit Wasser zu versorgen. Und der Blick in die Zukunft ist besorgniserregend: Es ist zu befürchten, dass die Grundwasserreserven bis 2050 um ein Viertel zurückgehen.“
Die Landesregierung muss die Erhaltung der Lebensgrundlage Wasser daher ganz oben auf ihre Prioritätenliste setzen, fordert die steirische Grünen-Chefin: „Am wichtigsten ist es jetzt, das Wasser in der Landschaft zu halten und den natürlichen Wasserhaushalt wiederherzustellen.“
Dringliche Anfrage zu Photovoltaik-Ausbau
Ein weiteres Thema mit besonders dringendem Handlungsbedarf ist aus Sicht der Grünen der Ausbau der Photovoltaik. Zum „Sachprogramm Erneuerbare Energie“ sind mehr als 150 Stellungnahmen eingegangen, diese Verbesserungsvorschläge muss die Umweltlandesrätin Lackner jetzt umsetzen, fordert Energiesprecherin Lara Köck:
„Die Energiewende ist den Menschen wichtig und Photovoltaik wird als Teil der Lösung gesehen. Umso bedauerlicher ist es, dass der Entwurf, den die Landesregierung hier vorgelegt hat, nicht ausreichend ist. Die bisherigen Pläne gehören grundlegend überarbeitet, vor allem, was die Auswahl der Grundstücke betrifft.“
Ein Kernpunkt der Kritik ist, dass das Land einen wesentlichen Teil der Verantwortung an die Gemeinden abschiebt. Denn die ausgewiesenen Flächen decken nur etwa ein Drittel des Bedarfs, um die Klimaziele zu erreichen: „60 Prozent der notwendigen Flächen sollen erst recht die Gemeinden stemmen, die Landesregierung putzt sich hier an den Gemeinden ab und lässt sie mit der Verantwortung allein und völlig im Stich.“