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31.05.2023 News

Pflegepersonalbedarfsprognose: Jetzt müssen Maßnahmen folgen

„Es ist positiv, dass die Zahlen endlich da sind und wir nun eine Grundlage für die zukünftige Schwerpunktsetzung haben“, kommentiert Sandra Krautwaschl die heutige Präsentation der Pflegepersonalbedarfsprognose-Studie.

Die Grüne Klubobfrau sieht eine Mammutaufgabe auf das Land zukommen: Laut Studie wird die Steiermark zukünftig 1360 Absolvent:innen pro Jahr brauchen, um den Bedarf an Pflegepersonal zu decken. Für Krautwaschl wird es nicht ausreichen, „nur die dafür notwendigen Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen”. Es brauche flankierende Maßnahmen, vor allem eine Attraktivierung der Pflegeberufe. Krautwaschl: „Entscheidend wird sein, dass wir die Arbeitsbedingungen verbessern: Das reicht von der Dienstplansicherheit über das Ausüben von Tätigkeiten entsprechend der jeweiligen Ausbildung bis hin zur Unterstützung durch entlastende Hilfsdienste und höhere Gehälter.“

Auch pflegende Angehörige müssen bestmöglich unterstützt werden. Der Bund hat hier mit der Verlängerung des Rechtsanspruches auf die Pflegekarenz von einem auf drei Monate sowie mit dem Angehörigenbonus in der Höhe von 1.500 Euro und mit der Finanzierung des Community Nursing bereits Initiativen gesetzt. Nun gilt es, auch auf Landesebene entsprechend nachzuziehen.

„Die in dem Papier enthaltenen Handlungsempfehlungen der EPIG lesen sich sehr gut. Nur wissen wir: Papier ist geduldig. Es braucht im Sinne des längst überfälligen, weil schon lange versprochenen Pflege- und Betreuungsgesetzes die notwendigen Schritte, um die Maßnahmen in der Steiermark auf den Boden zu bringen“, so Krautwaschl.