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01.03.2023 News

Kein Patent auf Leben

Landwirtschaftssprecher Andreas Lackner kniet in einem Acker und begutachtet die Saat
"Mit dem heutigen Tag ist ein entscheidender Schritt für die Sortenvielfalt unserer Kulturpflanzen gesetzt worden."
Landwirtschaftssprecher Andreas Lackner

Die Bundesregierung hat eine Änderung des Patentrechts beschlossen, die aus Sicht der Landwirtschaft und des Klimaschutzes sehr bedeutend ist: Sie sieht strengere Regeln für Patente auf Leben vor. Österreich ist damit federführend in der EU. Natürliche Pflanzen und Tiere dürfen nicht patentiert werden – das wird in Zukunft für alle Formen konventioneller Züchtung gelten.

 

Sehr erfreut reagiert der Landwirtschaftssprecher der steirischen Grünen, Andreas Lackner. Er ist auch Obmann der Grünen Bäuerinnen und Bauern und sieht den heutigen Beschluss als Meilenstein:
„Mit dem heutigen Tag ist ein entscheidender Schritt für die Sortenvielfalt unserer Kulturpflanzen gesetzt worden. Durch die Novelle des Patentgesetzes werden Schlupflöcher geschlossen, die es Großkonzernen ermöglicht haben, Patente auf Pflanzen anzumelden. Das ist in Zukunft nicht mehr möglich: Die bäuerliche Landwirtschaft behält dadurch die Hoheit über die Sorten und damit auch die Unabhängigkeit. Dieser Beschluss ist nicht nur für die Ernährungssicherheit wesentlich – ein breiter Sortenpool ist auch wichtig, um den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten.“