Grünes Entsetzen: Im Blindflug durch die Bodenpolitik
In der heutigen Landtagsdebatte über den Bodenfraß und die damit verbundene Gefährdung der Ernährungssouveränität hat Neo-Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer klar Stellung bezogen: Anstatt sich mit konkreten Taten hinter die steirische Landwirtschaft zu stellen, zeigt sie sich voll auf der Linie der schwarz-roten Politik des hemmungslosen Bodenverbrauchs.
„Wir hätten in Landesrätin Schmiedtbauer eine potenzielle Verbündete im Kampf gegen den Bodenverbrauch und den Verlust von landwirtschaftlicher Fläche gesehen. Umso enttäuschender sind ihre Antworten: Sie weiß weder, wie viel Boden für die Ernährungssicherheit in der Steiermark notwendig ist, noch wie viel Boden wir verbrauchen. Sie lässt jeglichen politischen Gestaltungswillen vermissen, appelliert stattdessen an das Kaufverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten und lässt die aktuellen Entwicklungen einfach geschehen“, zeigte sich die Grüne Klubobfrau Sandra Krautwaschl irritiert von Schmiedtbauers Wortmeldung.
Krautwaschls Klubkollege, der Grüne Landwirtschaftssprecher Andreas Lackner betonte: „Schmiedtbauer nimmt Worte wie ‘Ernährungssouveränität’ und ‘Versorgungssicherheit’ offenbar nur dann in den Mund, wenn sie gegen eine klimagerechte Agrarpolitik gerichtet sind. Die Angst vor Klimaschutzmaßnahmen ist augenscheinlich größer als die Angst vor der Erderwärmung“, so Lackner.
Einen Grünen Erfolg sieht Krautwaschl in der für diese Woche angekündigten Entsiegelungsförderung. „Seit Jahren fordern wir eine Entsiegelungsprämie. Es ist gut, dass diese Forderung nun aufgegriffen wird“, so Krautwaschl, die abschließend betont: „Um unsere Ernährungssouveränität zu sichern, braucht es aber weit mehr als diesen Schritt, denn auf Boden, der einmal versiegelt war, wächst die nächsten Jahrzehnte sicher nichts, was man essen kann. Wir brauchen endlich ein strenges Gesetz zum Schutz unseres Bodens, wenn wir Lebensmittelproduktion in der Steiermark absichern wollen!“