Abwasser in Brunnenschutzgebiet abgeleitet
Ein defektes Pumpwerk sorgte im wahrsten Sinne des Wortes für „Stunk“ in der Gemeinde Halbenrain: Abwasser wurde in den letzten Tagen kurzerhand in den nächsten Bach geleitet, der durch ein Brunnenschutzgebiet fließt.
Die Bezirkshauptmannschaft stelle eine Verwaltungsübertretung fest, auch die Polizei war vor Ort und hat Proben entnommen. Ob Umweltschäden entstanden sind, werden die Ergebnisse zeigen.
„Während immer mehr Regionen mit Trockenheit und knapper werdenden Trinkwasserquellen kämpfen, erleben wir eine richtige Schweinerei im Umgang mit der Ressource Wasser“, zeigt sich der Grüne Landtagsabgeordnete Andreas Lackner fassungslos.
Die Grüne Gemeinderätin von Halbenrain Andrea Hasenhüttl-Posch ergänzt: „Wer auch immer das gemacht hat, handelte höchst unverantwortlich gegenüber der Umwelt und den Menschen, die vom Wasser in diesem Brunnenschutzgebiet abhängig sind.“
Bestürzt zeigt sich Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl. „Offensichtlich braucht es mehr Bewusstsein für einen sorgsameren Umgang mit unseren Trinkwasserressourcen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen durch das Fehlverhalten anderer gefährdet werden“, sieht sich Krautwaschl darin bestätigt, in der nächsten Landtagssitzung am 25. April einen Wasser-Schwerpunkt einzubringen. Von der Gemeinde fordert sie „Aufklärung darüber, wer für diese Handlung die politische Verantwortung trägt.“