Wir fordern mehr Unterstützung für die Biolandwirtschaft
Biolandwirtschaft kann einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Klimakrise leisten. Dazu brauche es aber mehr politische Unterstützung für die Biobetriebe sowie einen systemischen Wandel in Richtung einer ökologischen Landwirtschaft.
Der Grüne Landwirtschaftssprecher Andreas Lackner fordert eine Trendumkehr bei der Biolandwirtschaft. Um den Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Klima, Ernährungssicherheit, artgerechte Tierhaltung, Bodenschutz und Biodiversität zu begegnen, sei eine Stärkung der biologischen Wirtschaftsweise unumgänglich. Laut Lackner könne die Biolandwirtschaft diese Herausforderungen am besten bewältigen. „Biologische Landwirtschaft ist kein Modetrend, sondern eine notwendige Veränderung, um unsere Umwelt zu schützen und gesunde Lebensmittel zu produzieren.“
Ziel der Bundesregierung ist es, bei der biologischen Landwirtschaft bis 2030 einen Flächenanteil von 35 Prozent zu erreichen. In der Steiermark liegt der Flächenanteil derzeit bei 24 Prozent. Doch Lackner sieht in den neuen Richtlinien der GAP-Periode (kurz für „Gemeinsame Agrarpolitik“, Anm.) eine Schwierigkeit für Biobetriebe. Geringere Förderungen für ökologische Leistungen stehen gestiegenen Auflagen gegenüber, was zu einem Rückgang an biologisch wirtschaftenden Betrieben führe.
Lackner fordert deshalb, dass das Land Steiermark den langjährigen Biobetrieben bei den Biokontrollgebühren finanziell unter die Arme greift. Gemeinsam mit höheren Prämien könne das zu einer Trendumkehr führen. „Es braucht einen systemischen Wandel in Richtung Agrarökologie und Biolandwirtschaft. Derzeit fehlt es am politischen Willen, die vielfältigen Leistungen der Biobauern und Biobäuerinnen zur Bewältigung der verschiedenen Krisen auch finanziell dementsprechend abzugelten“, so Lackner, der weiters eine verbindliche Quote für Bioprodukte in landeseigenen bzw. landesnahen Großküchen fordert.