Steirische Grüne gegen Betonwerk in Leoben
Nach einem Lokalaugenschein im Steinbruch am Galgenberg in Leitendorf fordern die Grünen eine genaue Prüfung der Rechtslage, ob alle Vorschriften eingehalten und die Genehmigungen für den Betrieb ausreichend vorhanden sind. Zudem appellieren sie an die Stadt Leoben, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um einen Anstieg von Verkehr und Lärm zu verhindern und die Lebensqualität der Leobner:innen zu schützen.
Der Steinbruch, der bis 2014 nahezu inaktiv war, erlebte in den letzten Jahren unter einem neuen Betreiber eine drastische Produktionssteigerung. Dies führte zu erheblichen Belastungen für die Bewohner:innen, darunter starke Lärmbelästigungen und sogar Sprengunfälle.
Sorgen um Sicherheit und Lebensqualität
Für den Landtagsabgeordneten und Kontrollsprecher der steirischen Grünen, Lambert Schönleitner, ist die Situation alarmierend: „Die jüngsten Entwicklungen gefährden die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Die massive Produktionssteigerung und das geplante Betonwerk bedeuten nicht nur mehr Lärm, sondern auch ein deutliches Mehr an LKW-Verkehr. Das ist in einem Wohngebiet inakzeptabel.“
Auch Gemeinderätin Susanne Sinz äußerte sich besorgt über die geplanten Erweiterungen: „Wir müssen die Frage stellen, ob ein Betonwerk mitten im Siedlungsgebiet zeitgemäß ist und welchen Preis die Anrainer:innen dafür zahlen müssen. Die Wohnqualität, aber auch die Sicherheit der umliegenden Schulen stehen auf dem Spiel.“
Die Grünen fordern daher eine genaue Prüfung der rechtlichen Situation, wie Lambert Schönleitner betont: „Es muss geprüft werden, ob die gegenwärtige Betriebstätigkeit am Standort überhaupt durch Genehmigungen ausreichend gedeckt ist. Das betrifft insbesondere die Gewinnungsbetriebspläne nach dem Mineralrohstoffgesetz“, so Schönleitner und weiter: „Es darf nicht sein, dass die Belange der Bevölkerung hinter wirtschaftlichen Interessen zurückstehen. Wir setzen uns für den Schutz der Menschen hier ein.“
Nachhaltige Stadtentwicklung im Sinne der Bürger:innen
Susanne Sinz begrüßt zwar, dass die Stadtgemeinde Leoben sich mittlerweile bereit erklärt hat, ihre Parteistellung wahrzunehmen, um Lärm- und Verkehrsgutachten nachzufordern. Sie appelliert aber an die Stadtregierung: „Es ist dringend an der Zeit, die Interessen der Bürger:innen zu vertreten. Wir erwarten, dass die Stadt alles unternimmt, um einen weiteren Anstieg von Verkehr und Lärm zu verhindern.“
Abschließend unterstreichen die Grünen Steiermark ihre Position für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Die geplanten Maßnahmen müssen unter Berücksichtigung der Lebensqualität und Sicherheit der Bevölkerung erfolgen.
Die Grünen Positionen
Die Grünen Steiermark fordern eine eingehende Prüfung der Rechtslage, um sicherzustellen, dass die derzeitige Betriebstätigkeit am Standort durch Genehmigungen ausreichend abgedeckt ist. Dies betrifft insbesondere die Gewinnungsbetriebspläne nach dem Mineralrohstoffgesetz.
Die Stadt Leoben wird aufgefordert, die Bevölkerung vor einem möglichen Anstieg von Verkehr und Lärm zu schützen, um die Wohnqualität vor Ort nicht massiv zu verschlechtern.
Die Sinnhaftigkeit eines Schotterabbaus mitten im Stadtgebiet wird in Frage gestellt, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Erweiterung durch ein Betonwerk. Die Grünen Steiermark setzen sich für eine nachhaltige Stadtentwicklung ein, die die Lebensqualität und Sicherheit der Bevölkerung berücksichtigt.