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31.01.2025 Neues aus den Gemeinden

Grüne Pläne für lebenswertes Deutschlandsberg

Zu sehen sind Mitglieder der Gemeindegruppe Deutschlandsberg mit Spitzenkandidatin Maria Huber in der Mitte. Von links nach rechts zu sehen sind: Friedrich Leitgeb, Anke Orgel, Wolf Rauch, Maria Huber, Stephan Machek, Michael Naderer und Natascha Naderer.
"Wir haben in den letzten fünf Jahren wichtige Impulse für eine zukunftsfähige und lebenswerte Stadt gesetzt. "
Gemeinderätin Maria Huber

Mit klaren Visionen in den Gemeinderatswahlkampf

Zum Auftakt des Wahlkampfs zogen die Grünen & Bürgerliste Deutschlandsberg in einer Pressekonferenz Bilanz über die vergangenen fünf Jahre und stellten ihre Pläne für die Zukunft vor: „Mit Hartnäckigkeit und dem Willen zu fraktionsübergreifender Zusammenarbeit kann auch eine Oppositionspartei im Gemeinderat einiges erreichen. So haben die Grünen & Bürgerliste Deutschlandsberg wichtige Impulse für eine zukunftsfähige und lebenswerte Stadt gesetzt“, erklärte die listenführende Gemeinderätin Maria Huber.

 

Konkrete Beispiele: das kostenlose Klimaticket zum Ausborgen, die PV- Anlage am Dach der Koralmhalle, die Anbringung der kostenlosen 24h-Frauen-Helpline gegen Gewalt auf städtischen Sitzbänken sowie die Einführung einer Sozialstaffel für die Musikschule. „Wenn wir als Stadtgemeinde Geld für die Asphaltierung des Golfclub-Parkplatzes bereitstellen können, dann müssen auch Mittel für die musische Förderung von Kindern aus einkommensschwachen Haushalten vorhanden sein. Ein Instrument zu lernen muss für alle Kinder möglich und leistbar bleiben“, betonte Huber.

Ambitionierte Pläne für die nächste Gemeinderatsperiode

Neben einer umfassenden Bilanz präsentierten die Grünen auch ihre Zukunftspläne für die Stadtgemeinde Deutschlandsberg. Im Fokus stehen:

 

  • Nachhaltige Flächennutzung und sorgsamer Umgang mit unseren Ressourcen: Bodenverbrauch und Flächenversiegelung sollen auf ein Mindestmaß reduziert, Leerstand sowie Brachflächen aktiviert werden.
  • Belebung des Hauptplatzes: Der Hauptplatz muss als Aufenthaltsort und lebendiger Treffpunkt für alle Generationen attraktiver gemacht werden. Es braucht keine weiteren Studien für die Schublade, sondern endlich eine mutige Umsetzung.
  • Klimafreundliche Mobilität: Der Ausbau von Radwegen, der Erhalt sicherer und barrierefreier Gehwege, eine Fahrradreparaturstation am Bahnhof sowie eine bessere öffentliche Verkehrsanbindung sind zentrale Anliegen.
  • Transparenz und Kontrolle: Die Gemeinde soll bürgernah agieren und Entscheidungsprozesse nachvollziehbar gestalten.
  • Mehr Raum für die Jugend: Ein Jugendzentrum mit Betreuung sowie die Einrichtung von Lerncafés. Die Jugendlichen brauchen Treffpunkte ohne Konsumationszwang.

 

Kritik am Lithiumabbau auf der Koralm

Sandra Krautwaschl, Landessprecherin der Grünen Steiermark, unterstrich die Bedeutung der Verzahnung zwischen Gemeinde- und Landespolitik. Eine im Landtag vertretene Partei könne auch gesetzliche Grundlagen beeinflussen und Gemeindegruppen in dieser Hinsicht gut unterstützen. Das zeige sich aktuell etwa beim Thema Lithiumabbau auf der Koralm, bei dem eine enge Zusammenarbeit essenziell sei: „Die Sicherheit der Bevölkerung, eine einwandfreie Wasserversorgung und die Bewahrung von Naturschutzgebieten sind unantastbare Grundrechte. Ich werde auf die blau-schwarze Landesregierung einwirken, politisch aktiv zu werden, um alle Bedenken hinsichtlich des Projekts ernsthaft zu berücksichtigen. Die Interessen der Deutschlandsberger:innen in dieser Causa müssen auf jeden Fall gewahrt werden.“

 

Die Landessprecherin verwies auf massive Bedenken der Umweltanwaltschaft hinsichtlich der Wasserversorgung und möglicher Belastungen durch Verkehr und Feinstaub. „Es darf nicht sein, dass die Wertschöpfung des Projekts auf Kärntner Seite bleibt, während die Belastung vor allem die Steiermark trifft. Hier werden wir auf Landesebene intensiv aktiv.“

 

Wachsende Unterstützung für die Grünen

Abschließend berichtete Krautwaschl über den stark gestiegenen Zulauf zur Grünen Landespartei seit der Bildung der schwarz-blauen Bundesregierung und Landesregierung. „Allein im Jänner haben wir so viele neue Mitgliedsanträge erhalten wie sonst im gesamten Jahr. Diese Energie nehmen wir mit, um in der Steiermark neue Perspektiven zu schaffen.“

 

Auf der Liste der Grünen & Bürgerliste Deutschlandsberg treten insgesamt acht Kandidat:innen an: Neben Maria Huber sind dies Wolf Rauch, Stephan Machek, Natascha Naderer, Michael Naderer, Anke Orgel, Thomas Perwein und Friedrich Leitgeb.