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25.01.2023 News

Ener­gie­wen­de geht nicht ohne Netz­aus­bau

Landessprecherin Sandra Krautwaschl und Landtagsabgeordnete Lara Köck vor Photovoltaik-Anlagen am Dach eines Gebäudes.

Grüne sehen weiterhin Mängel beim Sachprogramm Erneuerbare Energie: Die vorgesehenen Flächen für Photovoltaik haben sich erneut verringert. Die Erweiterung der Windflächen fehlt weiterhin. Auf den Bedarf der Steirerinnen und Steirer bei der privaten Einspeisung wird zu wenig Rücksicht genommen.

Die von der Landesregierung heute vorgestellten Eckdaten für den Ausbau der Erneuerbaren Energie sind aus Sicht der Grünen enttäuschend. Klubobfrau Sandra Krautwaschl: „Schon bei der Ankündigung im Oktober war uns klar: Eigentlich brauchen wir doppelt so viel Flächen für Photovoltaik, um die Ziele bis 2030 zu erreichen. Jetzt sind von den vorgesehenen 962 Hektar plötzlich nur noch 824 Hektar übrig, also wieder um rund 150 Hektar weniger – das ist viel zu wenig!“ Zum Vergleich: Das weitaus kleinere Burgenland hat fast 2.700 Hektar Photovoltaik-Flächen vorgesehen.

Energiesprecherin LAbg. Lara Köck bemängelt außerdem die Vorgangsweise der Landesregierung: „Hier ist schon ganz viel Zeit verloren gegangen. Die Gemeinden wurden zu spät eingebunden, offenbar wurden einige Flächen jetzt noch von einigen Gemeinden gestrichen, wie sonst lässt sich sonst erklären, dass die Gesamtfläche für Photovoltaik erneut deutlich geschrumpft ist und statt 39 Gemeinden nur noch 34 dabei sind? Wenigstens ist das Sachprogramm Erneuerbare Energie, auf das wir schon seit vielen Jahren warten, jetzt endlich in Begutachtung. Der Verordnungsentwurf liegt allerdings offiziell noch immer nicht vor.“

Klubobfrau Sandra Krautwaschl pocht erneut auf den notwendigen schnellen Ausbau der Energienetze: „Bei uns landen täglich Beschwerden von Menschen, die ihre Dachflächen nicht für die Einspeisung von Strom nutzen können. Die Landesregierung hat wieder verabsäumt, eine Beschleunigung des Netzausbaus einzufordern und wieder einmal nur auf die Bedürfnisse der Energie Steiermark geschaut: Die Flächen befinden sich genau dort, wo es für die Einspeisung am einfachsten und günstigsten ist. Das gesamte Sachprogramm Erneuerbare Energie ist zu sehr an den Profitinteressen der Energie Steiermark ausgerichtet.“

Was weiterhin fehlt, ist die Ausweitung im Sachprogramm Windenergie, kritisiert Lara Köck: „Analog zu den Flächen für Photovoltaik müssen auch die Vorrangzonen für Windkraft wie versprochen endlich erweitert werden, die angekündigte Verdoppelung der Flächen lässt auch noch auf sich warten.“

red Die Grünen Steiermark
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