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29.11.2023 News

Dring­li­che An­fra­ge zum A9-Er­geb­nis­be­richt

Die Autobahn A9 im Grazer Feld.

Grüne fordern Verkehrslösungen mit Weitblick statt altem Denken

Die Grünen machen die einseitige und kurzsichtige Verkehrspolitik von ÖVP und SPÖ zum dringlichen Thema im kommenden Sonderlandtag am Freitag: Klubobfrau Sandra Krautwaschl will von Umweltlandesrätin Ursula Lackner wissen, warum entscheidende Aspekte wie Bodenschutz, Raumordnung und Umweltschutz in der Untersuchung vernachlässigt wurden.

„Die Koalition aus ÖVP und SPÖ scheint nach wie vor in alten Denkmustern gefangen zu sein: Mehr Straßen sollen die Verkehrsprobleme lösen. Das ist kurzsichtig und zukunftsvergessen“, kritisiert die Grüne Klubobfrau Sandra Krautwaschl und betont: „Es ist an der Zeit, Verkehrslösungen mit Weitblick zu entwickeln, die nicht nur auf mehr Asphalt setzen, sondern auch die ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit berücksichtigen“.

Landesrätin Lackner in der Pflicht – Dringliche soll Klarheit bringen

Die für Raumordnung und Umwelt zuständige Landesrätin Ursula Lackner wird im Sonderlandtag aufgefordert, endlich Stellung zu beziehen. „Die bisherige Stille seitens der Landesrätin angesichts der bedenklichen Stoßrichtung der Studie und des geplanten Autobahnausbaus finde ich äußerst bedenklich“, so Krautwaschl. Eine Dringliche Anfrage an die Umweltlandesrätin soll Klarheit über ihre Mitwirkung bei der Entscheidung über die Beauftragung der Studie bringen. Insbesondere wollen die Grünen wissen, welche Schritte gesetzt wurden, um Aspekte des Boden-, Raum- und Umweltschutzes in die Aufgabenstellung einfließen zu lassen.

Klimaökonom Steininger kritisiert Studie

Rückenwind dafür liefert ein Schreiben des Klimaökonomen Karl Steininger an alle Landtagsklubs. Für den Leiter des Wegener Centers entspricht die Studie „nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft“. Steininger plädiert für einen breiten Ansatz. Krautwaschl will Steiningers Aspekte in weiterer Folge aufgreifen und zum Anlass für weitere parlamentarische Initiativen nehmen, damit die steirische Verkehrspolitik grundlegend neu und ganzheitlich gedacht wird, und Rezepte aus dem vorigen Jahrhundert endlich ausgemistet werden. „Es ist an der Zeit, dass die Landesregierung nicht weiter die Fehler der Vergangenheit wiederholt, sondern aktiv an einer nachhaltigen Zukunft arbeitet“, fasst Krautwaschl die Position der Grünen Steiermark zusammen.

red Die Grünen Steiermark
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