Skip to main content
14.03.2022 Presseaussendung

„­Dringlich“ mor­gen im Land­tag

Die Lage im elementarpädagogischen Bereich ist anhaltend schwierig und spitzt sich kontinuierlich weiter zu – darum haben die Grünen für die morgige Landtagssitzung eine „Dringliche Anfrage“ einberufen, damit „endlich die erforderlichen Maßnahmen in der Elementarpädagogik gesetzt werden“, wie es die Grüne Bildungssprecherin LAbg. Lara Köck formuliert: „Unattraktive Rahmenbedingungen und fehlende Reformen haben zu einem mittlerweile eklatanten Personalengpass geführt. Der Personalmangel liegt aber nicht generell vor, sondern resultiert daraus, dass zu wenige einschlägig ausgebildete Personen in den Beruf gehen wollen. Um mehr ElementarpädagogInnen in den Beruf zu bringen, braucht es dringend verbesserte Rahmenbedingungen und mehr Wertschätzung für diese Berufsgruppe.“

 

Gleich 17 „dringliche“ Fragen sind es, die Köck am Dienstag an Landesrätin Bogner-Strauß richten wird – darunter einige zu den entscheidenden so genannten 15a-Verhandlungen und zum im Vorjahr gestarteten „Dialog Elementarpädagogik 2030“:

Was ist der aktuelle Stand betreffend die Verhandlungen zur 15a-Vereinbarung?

Wie setzt sich das Verhandlungsteam für die Steiermark für die 15a-Vereinbarung(en) zusammen?

Was ist der weitere Fahrplan betreffend die Verhandlungen zur 15a-Vereinbarung?

Welche Ziele verfolgen Sie als zuständige Landesrätin betreffend die 15a-Vereinbarung?

Welche qualitativen Verbesserungen erhoffen Sie sich durch eine Finanzierung über eine Bund-Länder-Vereinbarung?

Welche Investitionen in die Betreuungsqualität erwarten Sie sich durch die finanzielle Beteiligung des Bundes?

Welche Aktivitäten sind bislang im Rahmen des „Dialog Elementarpädagogik 2030“ erfolgt?

Was ist der weitere Fahrplan betreffend den „Dialog Elementarpädagogik 2030“?

Welches Ziel verfolgt der „Dialog Elementarpädagogik 2030“?

Was ist der weitere Fahrplan betreffend die Reduktion der Gruppengröße?

 

Per Entschließungsantrag wird Köck am Dienstag Bogner-Strauß unter anderem auffordern, eine Novelle zum Steiermärkischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz im Landtag einzubringen, in der das Personal je Kindergarten-Gruppe um eine weitere Person des pädagogischen Hilfspersonals erhöht wird.

 

Die „Dringliche Anfrage“ wird spätestens um 16 Uhr behandelt werden.

 

Gleich zu Sitzungsbeginn setzen die Grünen das Motto „Pellets statt Putin“ auf die Landtagstagesordnung. Mittels Befragung will Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl von Landesrätin Lackner konkret wissen: „Welchen Ausstiegs-Zeitpunkt aus fossilen Energieträgern wird die Klima- und Energiestrategie 2030 plus vorsehen?“ Denn „der Krieg in der Ukraine führt uns auf noch nie dagewesene Weise unsere Abhängigkeit von fossiler Energie vor Augen“, so Krautwaschl: „Zur Befreiung aus der Abhängigkeit gehört nicht nur das rasche Umsteuern hin zu erneuerbaren Energien, sondern eben auch der maßvolle Einsatz von Energie. Für beides hat auch das Land Steiermark elementare Steuerungsmöglichkeiten in der Hand: Sanierung, Ortskernstärkung, Baurecht, Raumordnungsgrundlagen, das lange angekündigte ,Sachprogramm Erneuerbare Energie‘ und weitere Landeszuständigkeiten. Im Juni 2021 kündigte die Steiermärkische Landesregierung eine grundlegende Überarbeitung der Klima- und Energiestrategie 2030 an. Bis dato wird die Treibhausgasneutralität bis 2050 angestrebt. Mehr denn je ist klar, dass dieses Ziel viel zu spät kommt. Doch neben den ambitionslosen Zielen (-36 % THG-Emissionen, +30 % Energie-Effizienzsteigerung, Steigerung des Anteils erneuerbarer Energie von 28 % auf 40 %) wurde auch an deren Erreichung völlig ambitionslos gearbeitet“, so Krautwaschl in ihrer Begründung: „Nach allen Versäumnissen der Vergangenheit müssen jetzt sofort und ohne weitere Verzögerung ausnahmslos alle Register gezogen werden. Wir müssen einerseits volle Kraft auf den noch schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung setzen, andererseits aber auch die fatale und für viele Menschen untragbar teure Energieverschwendung beenden. Wir können damit nur gewinnen – und zwar nichts Geringeres als unsere Freiheit.“

red Die Grünen Steiermark
Beitrag teilen
1
2
3
4
5
6
7
8