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13.06.2024 News

Stu­die be­stä­tigt: Es braucht bes­se­ren Bo­den­schutz

Klubobfrau Sandra Krautwaschl
"Wir brauchen ein echtes Bodenschutzgesetz und absolute Siedlungsgrenzen!"
Klubobfrau Sandra Krautwaschl

In einer aktuellen Studie der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) wurden die dramatischen Veränderungen der Zersiedelung in Österreich in den letzten 45 Jahren aufgezeigt. Besonders alarmierend sind die Ergebnisse für die Steiermark: Hierzulande hat sich die zersiedelte Fläche von 1975 bis 2020 verdreizehnfacht. 

 

Für die Grüne Klubobfrau Sandra Krautwaschl ist die BOKU-Studie ein klarer Beweis für das Versagen der steirischen Landesregierung: „Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Die Landesregierung hat in der Raumordnung auf ganzer Linie versagt. In der Steiermark ist die zersiedelte Fläche seit 1975 um das Dreizehnfache gewachsen. Es ist also offensichtlich, dass die Raumordnungspolitik der letzten Jahrzehnte völlig falsch gelaufen ist. Auch die letzte Raumordnungsnovelle ist absolut nicht ausreichend, um dieser massiven Fehlentwicklung entgegenzuwirken.“

 

Die Studie der BOKU verdeutlicht, dass ineffiziente Siedlungsstrukturen zu enormen Kosten für Infrastruktur und Umwelt führen. „Die Zersiedelung fördert die Abhängigkeit vom Auto und macht den Ausbau klimafreundlicher Heizungsformen nahezu unmöglich. Diese Entwicklung setzt wertvolle Ackerböden und die Biodiversität massiv unter Druck“, erklärt Krautwaschl weiter.

 

Die Zersiedelung in der Steiermark zeigt deutlich, dass bestehende raumplanerische Instrumente nicht ausreichen und vor allem auch nicht konsequent genug umgesetzt werden. Die steirischen Grünen fordern ein echtes Bodenschutzgesetz, absolute Siedlungsgrenzen sowie eine Überprüfung und Anpassung der Förderungen.

„Warten kostet Zukunft,“ so Krautwaschl abschließend. „Wir müssen jetzt handeln, um den Flächenverbrauch zu reduzieren und eine nachhaltige Entwicklung unserer Siedlungsräume zu gewährleisten. Der Bodenschutz muss dabei oberste Priorität haben.“

Unsere Forderungen

  • Ein echtes Bodenschutzgesetz:
    Mehr Raumordnung, weniger Flächenfraß. Das Ziel: eine Steiermark, die auf Nachhaltigkeit baut, den Bodenverbrauch radikal senkt und Grünflächen schützt.

 

  • Weg mit dem Beton – zurück zur Natur:
    Entsiegelung von unnötig zubetonierten Flächen. Der Natur muss wieder mehr Raum gegeben werden: für mehr Lebensqualität, mehr Artenvielfalt und um Überschwemmungen zu verhindern.

 

  • Absolute Siedlungsgrenzen, Erhalt der Felder und Äcker:
    Landwirtschaftliche Flächen müssen geschützt werden: für fruchtbaren Boden, lokale Lebensmittel und eine vielfältige Natur. Daher braucht es absolute Siedlungsgrenzen.

 

  • Wohnen muss leistbar sein:
    Gezielte Maßnahmen insbesondere in den Ortskernen schaffen leistbaren Wohnraum. Für mehr Lebensqualität und Gerechtigkeit in unseren Städten und Dörfern braucht es neue Planungsrichtlinien.

 

  • Kein Platz für leere Wohnungen:
    Schluss mit Leerstand und Betongold. Die Leerstandsabgabe muss kräftig steigen, damit jede Wohnung ein Zuhause wird.

 

  • Schluss mit der Bauland-Hamsterei:
    Keine neuen Baulandwidmungen ohne Ausgleich, also ohne gleichzeitige Rückwidmung in Grünland.

 

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