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26.06.2023 News

Bodenschutz muss Chefsache werden

"Herr Landeshauptmann, nehmen Sie Ihre eigenen Ankündigungen ernst und setzen Sie sich für den Schutz unserer wichtigsten Lebensgrundlage Boden ein!"
Klubobfrau Sandra Krautwaschl

In einer dringlichen Anfrage werden die steirischen Grünen in der letzten Landtagssitzung vor dem Sommer den Landeshauptmann in die Pflicht nehmen: Drexler soll sich für verbindliche Ziele zum Schutz unserer Lebensgrundlage Boden einsetzen.

 

Die Steiermark ist österreichweit traurige Spitzenreiterin beim Bodenverbrauch, europaweit wird nirgends so viel zubetoniert und Fläche verbraucht wie bei uns. Dass es Zeit ist zu handeln, trommeln die Grünen bereits seit Jahren.

Auch letzte Woche gab es in der österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) keinen Durchbruch, die „Bodenstrategie für Österreich“ wurde vertagt.

Klubobfrau Sandra Krautwaschl betont, dass der Schutz der Böden aber ohnehin Ländersache ist: „Für den Bodenschutz sind über die Raumordnungsgesetze die Bundesländer verantwortlich. Es liegt also ganz klar in der Verantwortung der Landesregierung, dass in der Steiermark endlich die gesetzlichen Vorgaben beschlossen werden, um das maßlose Zubetonieren einzudämmen.“

 

Krautwaschl wird in der Landtagssitzung am 4. Juli in einer dringlichen Anfrage den Landeshauptmann adressieren, „denn Bodenschutz muss zur Chefsache werden“. Immerhin habe Drexler kurz nach seinem Amtsantritt betont, dass die Steiermark vom unseligen letzten Platz unter den Bundesländern im Bodenverbrauch wegkommen müsse.
„Ankündigungen und Willensäußerungen reichen leider nicht, um endlich Boden gut zu machen. Herr Landeshauptmann, nehmen Sie Ihre eigenen Ankündigungen ernst und setzen Sie sich für den Schutz unserer wichtigsten Lebensgrundlage Boden ein!“, fordert die steirische Grünen-Chefin. Drexler müsse seine Funktion in der Raumordnungskonferenz ernst nehmen und sich dort für verbindliche Ziele und Maßnahmen einsetzen, ergänzt Krautwaschl.

14 konkrete Fragen umfasst die dringliche Anfrage, darunter die Frage, welches Flächenverbrauchsziel für die Steiermark angesichts des angekündigten österreichweiten Ziels von 2,5 ha pro Tag vorgesehen sei.