02.02.2023
Neues aus den Gemeinden
Bodenschutz für Gratwein-Straßengel
Bodenschutz in der Gemeinde kann nur dann funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen und gemeinsam einen Plan umsetzen
7 Punkte für echten Bodenschutz
- Die Notwendigkeit von Neubauten nach festgelegten Kriterien beurteilen
Wenn gebaut wird, soll dies bedarfsgerecht, zentrumsnah, mit Anbindung an den öffentlichen Verkehr sowie mit einem Fuß- und Radwegkonzept und unter Berücksichtigung aller klimawandelrelevanten Gesichtspunkte ( Versickerung, Beschattung, Begrünung, Energieversorgung, etc.) geschehen. Darüber hinaus braucht es eine angemessene Verdichtung sowie den Fokus auf leistbares Wohnen. - Keine Neuwidmung ohne Rückwidmung – Einführung eines Baulandkontos
Aufgrund des Baulandüberhangs von 380.000 m2 – das ist Bauland, das gewidmet, aber noch nicht bebaut ist – muss es Ziel der Gemeinde sein, keine neuen Widmungen mehr zuzulassen, ohne dass Widmungen an anderer Stelle zurückgenommen werden. Ein entsprechendes Pilotprojekt ist erstrebenswert, in Verbindung mit einer Exkursion nach Mödling, wo dies bereits erprobt wird. Von anderen Gemeinden lernen ist die Devise! - Ein Bodenfonds für eine aktive Bodenpolitik
als Voraussetzung für ein Baulandkonto-Modell: Das Land Steiermark soll nach Tiroler Vorbild einen Bodenfonds für Gemeinden einrichten, damit diese die notwendigen finanziellen Mittel erhalten, um Grundstücke erwerben und dem Baulandüberhang entgegenwirken zu können. - Kein Bauen im Grünland
Dabei handelt es sich zumeist um landwirtschaftlich genutzte Freilandflächen, die als Bauflächen vorgesehen und daher schnell umgewidmet werden können. Die Umwidmung dieser Gebiete befeuert die Zersiedelung bzw. das Ausfransen an den Ortsrändern. - Gezielte Stärkung der Ortskerne
Durch eine grüne und lebenswerte Gestaltung des öffentlichen Raums und durch verschiedene Nutzungen im Ortskern. Zur Umsetzung des Zukunftsbildes braucht es das Miteinander aller Akteur:innen. Daran arbeiten wir in der Gemeinde bereits. - Begrünung erhalten und vorantreiben
Bebauungspläne sollen gezielt für den Grünflächenerhalt und die Bepflanzung eingesetzt werden, wo immer möglich, sollen Entsiegelungsmaßnahmen umgesetzt werden. Dazu setzen wir uns dafür ein, dass Entsiegelungspotenziale erhoben werden. - Neue Wohnformen gegen den Leerstand von Einfamilienhäusern
Dieses Thema wird auf uns zukommen und es gilt darauf vorbereitet zu sein. Schon heute müssen wir daher zukunftsgewandt Wohnformen wie Mehrfamilien-, oder Mehrgenerationenhäuser in der Ortsentwicklung mitdenken!
Es braucht künftig vermehrt Bauformen, die sowohl einen sparsamen Umgang mit Boden, als auch leistbares Wohnen sicherstellen.
Wir wollen gemeinsam mit der Bevölkerung und allen politisch Verantwortlichen daran arbeiten, dass wir die Gemeinde weiterentwickeln, Innovationen zulassen und unsere Lebensqualität trotzdem bewahren!