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16.09.2022 News

Boden- und Kli­ma­schutz im Wohn­bau

Der Schutz unseres Bodens und der Kampf gegen die Klimakrise bleiben auch im Herbst die wesentlichen Kernanliegen der steirischen Grünen. Die gesamte Landesregierung ist gefordert, statt des im Frühling beschlossenen Raumordnung-„Reförmchens“ endlich wirksamen Boden- und Klimaschutz in der Landesgesetzgebung zu verankern. Gefragt ist neben SPÖ-Umweltlandesrätin Ursula Lackner auch ÖVP-Wohnbaulandesrat Hans Seitinger, denn gerade in der Wohnbauförderung gibt es großes Potenzial.

 

In einer Dringlichen Anfrage richten die Grünen daher in der kommenden Landtagssitzung am Dienstag, 20. September, insgesamt 20 Fragen an Seitinger. Unter dem Titel „Ressourcenschutz jetzt! Boden- und Klimaschutz im Wohnbau“ wollen sie vom Landesrat etwa wissen, wie er gedenkt, effektiven Klima- und Bodenschutz in der Boden- und Baupolitik sicherzustellen.

 

Außerdem wird konkret nachgefragt, ob die Landesregierung einen Bodenfonds einführen wird. Ein solcher wurde bereits als sinnvolle Maßnahme im Aktionsplan 2019 bis 2021 zur Klima- und Energiestrategie festgehalten, im aktuellen Aktionsplan ist aber keine Rede mehr davon. „Ein Bodenfonds würde den Gemeinden Geld in die Hand geben, um im Gemeindegebiet Grundstücke anzukaufen und sinnvoll zu bebauen. Die Landesregierung hat sich schon dazu bekannt, eine solche Maßnahme einzuführen; viele Gemeinden haben den Bodenfonds eingefordert. Warum wird er nicht endlich umgesetzt?“ fragt sich Klubobfrau Sandra Krautwaschl.

 

Weitere Fragen an den Wohnbaulandesrat betreffen die Wohnbauförderungen. Ökologische Kriterien sind bei der Fördervergabe aktuell keine Voraussetzung, das würden die Grünen gerne ändern. Krautwaschl gibt zu bedenken: „Es werden immer noch Häuser gefördert, die im Freiland auf der grünen Wiese oder mit einer Gasheizung errichtet werden. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß! Außerdem sollte man die Verwendung von nachhaltigen Baustoffen zur Voraussetzung für eine Förderung machen.“

 

Abschließend erinnert die Grüne Klubobfrau daran, dass Klimaschutz als Querschnittsmaterie alle Ressorts des Landes betreffen: „Klimaschutz geht uns alle an, daher muss auch jede einzelne Landesrätin und jeder einzelne Landesrat im Rahmen ihrer oder seiner Möglichkeiten seinen Beitrag dazu leisten.“

red Die Grünen Steiermark
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