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13.02.2023 News

Grüner Besuch im Gewaltschutzzentrum Steiermark

Zu sehen sind: Judith Schwentner, Alma Zadić, Sandra Krautwaschl beim Besuch im Gewaltschutzzentrum

Justizministerin Alma Zadić und Grüne Spitzenpolitikerinnen von Land und Stadt Graz besuchten das Gewaltschutzzentrum Steiermark und tauschten sich mit den Expert:innen aus zu den Themen Prävention und Opferschutz.

Das größte Gewaltschutz- und Gewaltpräventionspaket der letzten Jahrzehnte, mehr Budget für Gewaltschutzzentren und Beratungsstellen, die Stärkung von Opferrechten sowie gezielte Maßnahmen gegen Hass im Netz und Ausbildungsprogramme, um angehende Richter:innen und Staatsanwält:innen für das Thema zu sensibilisieren: Gewaltschutzarbeit ist ein zentrales Anliegen der Grünen allgemein und von Justizministerin Alma Zadić im Speziellen.
Die Gewaltschutzzentren in Österreich leisten einen essentiellen Beitrag, damit Menschen ein gewaltfreies Leben führen können oder ein solches wiedererlangen. Darüber hinaus bilden jahrzehntelange Erfahrungen aus der täglichen Arbeit mit Gewaltopfern eine wichtige Grundlage für Gesetzesreformen zur Verbesserung der Situation von Opfern.

Aufklärungs- und Präventionsarbeit essentiell

Diese Arbeit stand auch im Zentrum des heutigen Besuches von Justizministerin Zadić im Gewaltschutzzentrum Steiermark. Geschäftsführerin Marina Sorgo unterstrich dabei, wie wichtig Aufklärungs- und Präventionsarbeit ist: „In der Sache bringt es wenig, die Täter an den Pranger zu stellen. Wir brauchen einen stärkeren Fokus auf die Gewaltvermeidung und darauf, dass die Opfer früh zu uns finden. Oft hindern Scham- und Schuldgefühle, emotionale Verstrickungen oder die Verantwortung gegenüber der Familie daran, sich Unterstützung zu holen. Daher können Beratungen in den Gewaltschutzzentren auch anonym geführt werden.“

Im Bereich der Gewaltprävention viel bewegt

„Jede dritte Frau in Österreich musste schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt erleben – diesem untragbaren Status Quo müssen wir uns alle gemeinsam entschlossen entgegenstellen. Seit wir Grünen in der Regierung sind, konnte im Bereich der Gewaltprävention einiges bewegt werden. Wir wissen aber auch, dass es noch immer viel zu tun gibt“, betonte Justizministerin Alma Zadić. Diesbezüglich hofft sie, dass das kürzlich präsentierte Maßnahmenpaket gegen Kindesmissbrauch nun schnellstmöglich umgesetzt wird, denn: „Jedes Kind hat das Recht gewaltfrei aufzuwachsen, und wir müssen alles dafür unternehmen, dass kein Kind Opfer wird.“

Prozessbegleitung war ein wichtiger Schritt

Für die Klubobfrau der steirischen Grünen Sandra Krautwaschl braucht es für Betroffene jedenfalls die bestmögliche Beratung und Begleitung: „Die von Alma Zadić umgesetzte Finanzierung der juristischen und psychosozialen Prozessbegleitung von Kindern und Jugendlichen war hier ein wichtiger Schritt.“

Umsetzung der Istanbul-Konvention

Die Grüne Frauensprecherin Veronika Nitsche wiederum lobte in diesem Zusammenhang die kontinuierliche Umsetzung der Istanbul-Konvention. Diese Konvention gibt die verbindlichen Rechtsnormen gegen Gewalt an Frauen und Kindern vor und dient der Bundesregierung als Richtschnur im Gewaltschutz und in der Gewaltprävention. „Es ist uns gelungen, die Anti-Gewalt-Trainings für Täter aufzustocken und entsprechend zu finanzieren. Gewalt und wiederholte Gewalttaten zu verhindern, muss unser aller Ziel sein, „entsprechend ist auch die steirische Gewaltschutzstrategie angelegt“, so Nitsche.

Hochprofessionelles Team im Gewaltschutzzentrum Steiermark

Die Grüne Vizebürgermeisterin von Graz Judith Schwentner bedankte sich im Rahmen des Termins beim „hochprofessionellen Team des Gewaltschutzzentrums Steiermark für die wertvolle Arbeit, die Opfern vertraulich und kostenlos zur Verfügung steht. Gewalt an Kindern und Frauen stellt nach wie vor ein großes Problem in unserer Gesellschaft dar, betrifft alle gesellschaftlichen Schichten und geht uns alle etwas an. Es ist wichtig, Gewalt als solche zu erkennen und ihr mit entsprechenden Maßnahmen entgegenzuwirken. Die nachhaltige Präventionsarbeit schafft außerdem ein breites Bewusstsein für dieses gesellschaftlich höchst relevante Thema und sorgt dafür, dass Gewalt im Vorfeld verhindert werden kann.“

Kinderschutzpaket wichtiger Baustein für umfassenden Gewaltschutz

Auch die Frauensprecherin der Grazer Grünen Manuela Wutte lobte das von Alma Zadić vorgestellte Kinderschutzpaket: „Es ist ein weiterer wichtiger Baustein für umfassenden Gewaltschutz. Auf Basis dieses Kinderschutzpakets werden alle Schulen in Österreich Kinderschutzkonzepte erarbeiten. Damit wird einer langjährigen Forderung der Gewaltschutzeinrichtungen Rechnung getragen.“

Zu sehen sind: Judith Schwentner, Alma Zadić, Sandra Krautwaschl beim Besuch im Gewaltschutzzentrum