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15.03.2022 Presseaussendung

Ak­tuelle Stunde zum rus­sis­chen An­griff­skrieg

Aktuelle Stunde zum russischen Angriffskrieg

„Wir haben am 24. Februar etwas verloren, was wir in den letzten Jahrzehnten für unumstößlich, ja oft sogar für selbstverständlich gehalten haben: den Frieden in Europa“, brachte es die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl im Rahmen ihrer Rede in der heutigen „Aktuellen Stunde“ zu Beginn der Landtagssitzung auf den Punkt: „Der verbrecherische russische Angriffskrieg auf die Ukraine zeigt uns die abscheuliche Fratze des Krieges in einer Dimension, die unsere Generation sich bisher nicht vorstellen konnte: unbeschreibliches Leid, menschliche Katastrophen, Zerstörung und Tod.“

 

„Der Krieg in Europa führt uns aber auch auf noch nie dagewesene Weise die Konsequenzen unserer Abhängigkeit vom russischen Gas und vom System Putin vor Augen“, betonte sie: „Und diese Abhängigkeit, die gerade jetzt so schmerzt, ist leider zu einem großen Teil durch die kurzsichtige Politik der letzten Jahrzehnte hausgemacht. Denn die Alternativen wären längst vorhanden gewesen.“

 

„Das Motto ,Pellets statt Putin‘ wurde schon vor mittlerweile rund 15 Jahren, also seit 2007, zum ersten Mal von den Grünen im Nationalrat getrommelt“, erinnerte Krautwaschl: „Schon damals war klar, dass ein ,Weiter wie bisher‘ nicht nur den Planeten unerträglich aufheizen würde, sondern auch die Preise für fossile Energien unerträglich steigen könnten. Dennoch wurde viel zu lange weiter auf schmutziges Öl und Gas und damit auf ein eigentlich schon längst totes Pferd gesetzt.“

 

Nun hängt Österreich, wie die Grüne Klubobfrau betonte, mitten im ersten Krieg dieses Jahrhunderts in Europa, „nach wie vor an der Gasspritze von Putin und muss wieder auf fossile Energieträger aus anderen Regionen der Welt hoffen, weil es ohne kurzfristige Kompensation wohl nicht gehen wird: Das ist eine schwere Belastung – für Wirtschaft, Industrie und vor allem für viele Menschen in unserem Land.“

 

Und: „Es ist auch eine unerträgliche Zumutung den vielen Millionen Menschen gegenüber, die gerade aus der Ukraine fliehen müssen oder durch den brutalen Überfall von Putin sogar schon ihr Leben verloren haben. Denn durch unsere Energieabhängigkeit finanzieren wir Putins Morden in der Ukraine letztlich mit“, so Krautwaschl weiter.

 

Aber wie können wir uns nun aus dieser Abhängigkeit von fossiler Energie befreien? „Durch das rasche Umsteuern auf Erneuerbare Energien und auch durch den maßvollen und effizienten Einsatz von Energie“, so die Grüne Klubobfrau: „Und die gute Nachricht: für beides hat auch das Land Steiermark elementare Steuerungsmöglichkeiten in der Hand. Jedes sanierte, gut gedämmte Haus ist ein Beitrag zur Unabhängigkeit. Jeder Weg, den ich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen kann, ist ein Beitrag zur Unabhängigkeit. Jeder Wohnraum, der nicht auf der ,Grünen Wiese‘ entsteht, sondern im Ortskern, jeder einzelne Umstieg von Öl oder Gasheizungen auf erneuerbare Heizsysteme ist ein Beitrag zur Unabhängigkeit. Jede Straßenlaterne, die nicht unnötig brennt, jedes Elektrogerät, das repariert wird, jedes Kleidungsstück, das nicht aus China oder sonstwo importiert wird, ist ein Beitrag zur Unabhängigkeit. Und das Schöne daran: Es ist auch hier bei uns ein Beitrag zur Wertschöpfung, zur Sicherung von Arbeitsplätzen, zu einer neuen, ja zu einer besseren Form von Wohlstand“, so Krautwaschl.

 

Ihr Fazit: „Nach allen Versäumnissen der Vergangenheit müssen wir heute wohl eingestehen, dass wir das tote Pferd ,fossile Energie‘ nun endgültig nicht mehr weiter reiten können. Wir müssen ohne weitere Verzögerung ausnahmslos alle Register ziehen. Das dürfen alle Menschen in der Steiermark von uns erwarten, die sich Sorgen machen, wie sie ihr Energieversorgung künftig bezahlen sollen. Wenn wir diesen Befreiungsschlag schaffen, können wir damit nur gewinnen, und zwar nichts Geringeres als unsere Freiheit und Frieden. Und damit sollten wir heute anfangen“, appellierte Krautwaschl zum Abschluss.

red Die Grünen Steiermark
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