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22.02.2022 News

60 % der steirischen Moore sind ungeschützt

Moore gehören mit ihrer einzigartigen Artenvielfalt zu den faszinierendsten und wichtigsten Wildnisgebieten, sie sind gleichzeitig die effektivsten Kohlenstoffspeicher innerhalb der Landökosysteme und erfüllen damit auch eine wichtige Klimaschutzfunktion für den Menschen.

Doch um die Situation der Moore in der Steiermark steht es schlecht, wie die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl nun aufmerksam macht. Laut einer brandaktuellen Anfragebeantwortung von Umwelt-Landesrätin Ursula Lackner sind nämlich über 60 % der Moorflächen beeinträchtigt (überdüngt, teilabgetorft etc.) – nur noch 12 % der Gesamtfläche der Moore in der Steiermark sind unberührt, 25,3%  gelten als naturnahe, 0,9% als regenerierend. Und obwohl 2017 im neuen Naturschutzgesetz schwarz auf weiß festgelegt wurde, dass Moore von mindestens regionaler Bedeutung zu Naturschutzgebieten zu erklären sind, sind aktuell 60 % der Moore sind nach wie vor nicht genügend geschützt! Im Detail: Aktuell stehen von der Gesamtfläche der steirischen Moore (etwa 4.153 ha) 21 % (ca. 870 ha) als Naturschutzgebiete, Nationalparke, Naturdenkmäler oder als Geschützter Landschaftsteil unter strengem Schutz. 19 % (etwa 780 ha) sind Europaschutzgebiet.

Sandra Krautwaschl fordert daher jetzt „größere Anstrengungen, um den Schutz und die Renaturierung dieser Ökosysteme voranzutreiben – vor allem braucht es mehr Budget und mehr Personal für den Naturschutz!“

Die zuständige „Umwelt“-Landesrätin Lackner hat für das Frühjahr eine „Präsentation der Steirischen Moorstrategie 2030+“ angekündigt: „Darin müssen klare Maßnahmen zum Schutz der steirischen Moor enthalten sein“, fordert Krautwaschl von der Landesregierung.

red Die Grünen Steiermark
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