Nationalpark Gesäuse: Zusätzliches Budget vom Bund
Eine 20-jährige Erfolgsgeschichte kann damit fortgesetzt werden.
Im Rahmen der heutigen 20-Jahr-Feier des Nationalparks Gesäuse gab Bundesministerin Leonore Gewessler in einer Videogrußbotschaft bekannt, die jährliche Basisfinanzierung des Klimaschutzministeriums für den Nationalpark um 250.000 Euro auf insgesamt 1.250.000 Euro aufzustocken. Es ist ihr ein besonderes Anliegen, „den Nationalpark auf finanziell solide Beine zu stellen, damit auch in den nächsten Jahren Großartiges gelingen kann und sich der Nationalpark gut weiterentwickelt“, so die Ministerin.
Der Landtagsabgeordnete der Grünen Lambert Schönleitner zeigt sich erfreut über diesen wichtigen Schritt für die Region: „Der Nationalpark Gesäuse ist als jüngster Österreichischer Nationalpark nicht nur das Königsprojekt im Steirischen Naturschutz. Er ist auch ein touristisches Leuchtturmprojekt und als solches ein starker Wirtschaftsmotor, der jährlich zwei Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln in die Region pumpt. Dass es nun dank Grüner Regierungsbeteiligung endlich gelungen ist, dieses Budget erstmals nach oben zu schrauben, ist in der aktuellen Zeit der Mehrfachkrisen ein wichtiges Signal. Schönleitner geht davon aus, dass die Landesregierung nun nachzieht und ihre Finanzierung für den Nationalpark ebenfalls aufstockt.
Schönleitner erinnert sich gern an die heftigen, aber letztendlich fruchtbaren Debatten rund um die Jahrtausendwende zwischen den Projekt-Befürworter:innen und der damaligen Schutzgemeinschaft. „Nicht vergessen sollten wir auch, dass noch lange davor der Bau eines Ennskraftwerks am Gesäuse-Eingang geplant war. Das hätte den größten Felskatarakt Mitteleuropas am Gesäuse-Eingang unwiederbringlich zerstört.“ Die „Plattform zum Schutz des Gesäuses” schaffte es damals, das Kraftwerksprojekt mit breiter Unterstützung der Bevölkerung abzuwenden. „Anstelle dieses Vorhabens haben wir heute einen international viel beachteten Nationalpark als Erfolgsbeispiel für positive Regionalentwicklung. Am heutigen Jubiläumstag ist es daher besonders wichtig, jenen Akteur:innen zu danken, die das Gesäuse seit Generationen bewahrt haben und das Nationalparks-Projekt in der schwierigen Anfangsphase entschlossen weiterverfolgt haben. Großer Dank gebührt außerdem Nationalpark-Direktor Herbert Wölger und seinem Team für die hervorragende Projektentwicklung in den letzten Jahren. Die Zusammenarbeit zwischen der Nationalpark-GmbH, den Landesforsten, dem Tourismusverband Gesäuse und dem Stift Admont funktioniert vorbildlich. Wir sind stolz auf den Steirischen Nationalpark. “