„Weil ich die Natur liebe“ braucht es mehr als eine Bewusstseinskampagne: Grüne wollen WildlebensraumberaterInnen nach bayrischem Vorbild

„Es ist gut, dass die Landesregierung die Problematik erkannt hat, aber ich befürchte, dass eine Bewusstseinskampagne zu wenig sein wird“, sagt der Grüne Landtagsabgeordnete Alex Pinter zur nun vorgestellten „Weil ich die Natur liebe“-Kampagne. Gerade die Corona-Zeit hat ja verstärkt sichtbar gemacht, dass es dringend notwendig ist, die Besucherströme in der Natur zu lenken, wie ja auch der (grundsätzlich erfreuliche) starke Anstieg der Mountainbike- und Skitour-Zahlen zeigt, so Pinter. Der Grüne nimmt die zunehmenden Nutzungskonflikte in der Natur zum Anlass, um die Einführung so genannter WildlebensraumberaterInnen zu fordern. Vorbild dafür ist ein Projekt in Bayern, das bereits erfolgreich läuft, so Pinter: „Im Rahmen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wurde unter dem Motto ,Lebensräume verbessern – Wildtiere fördern – Mensch und Natur verbinden’ ein Langzeitprojekt kreiert: Gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten, sowie Jägerinnen und Jägern sollen die Lebensräume der Agrarlandschaft durch lebensraumverbessernde Maßnahmen ökologisch aufgewertet werden. Dies sorgt für bessere Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen, schafft eine strukturreiche Kulturlandschaft und fördert auf vielfältige Art und Weise die Artenvielfalt“, so der Grüne Abgeordnete: „Die bayrischen WildlebensraumberaterInnen sind AnsprechpartnerInnen für Gemeinden und BürgerInnen mit dem Ziel eines nachhaltigen Miteinanders.“