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Wärmstes Jahr der Messgeschichte: Wann beginnt Regierung endlich damit, das Klima zu schützen?!

Wärmstes Jahr der Geschichte: Grüne fordern Regierung auf, endlich tätig zu werden – kommender Aktionsplan muss konkrete Ziele und Fristen enthalten, Sechs-Punkte-Maßnahmenpaket sofort umgesetzt werden.

2018 wird laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) das wärmste Jahr in Österreich in der 252-jährigen Messgeschichte, wie heute bekannt wurde. In der vorläufigen Klimabilanz liegt es um 1,8 Grad über dem vieljährigen Durchschnitt. 

Die Grüne Umweltsprecherin LAbg. Sandra Krautwaschl​ fordert daher heute einmal mehr die Regierung auf, endlich mit ambitionierten Klimaschutz-Maßnahmen zu beginnen: „Der Klimawandel ist angekommen, das ist nicht mehr zu leugnen – es ist höchst an der Zeit, alle politischen Ebenen sind gefordert!“ Sie betont: „Wir sind die erste Generation, die die dramatischen Folgen der möglichen Klimakrise erlebt und wir sind die letzten, die noch etwas dagegen tun können!“ 

In diesem Zusammenhang nimmt Krautwaschl auch vor allem ,Klimaschutz-Landesrat‘ Lang in die Pflicht: Dieser arbeitet ja gerade am steirischen Klimaschutz-Aktionsplan 2019-2012, der Anfang nächsten Jahres beschlossen werden soll. „Dieser Entwurf enthält viele wichtige Anregungen und Vorschläge, es fehlen jedoch klare und konkrete Ziele und Umsetzungsfristen – wenn der Aktionsplan wieder einmal nur aus schönen Worten besteht, wird er leider keine Wirkung zeigen“, warnt sie.

Aus Grüner Sicht sollte die Steiermark sechs Sofort-Maßnahmen für das Klima starten:


1. Klimaschutzoffensive im Verkehr: 365 Euro Öffi-Jahresticket auch in der Steiermark nach Vorbild Wien und Vorarlberg. Plus: Offensive für den Radverkehr, Ausbau und Attraktivierung des Nahverkehrs vor allem im Ballungszentrum Graz.

2. Klimaschutz durch Energieeffizienz: Die Sanierung des Gebäudebestands gekoppelt mit der Umstellung auf Erneuerbare Energieversorgung wird forciert. Klimaschonende Bauweise in Anlehnung an den klima:aktiv-Standard umsetzen.

3. Klimaschutz durch Raumplanung und Bodenschutz: Raumplanungsinstrumente spielen im Klimaschutz eine sehr wichtige Rolle.  Eine Vermeidung weiterer Zersiedelung und Bodenversiegelung muss endlich umgesetzt werden. Ökologisch bedeutsame Freiräume wie unzerschnittene naturnahe Räume und Korridore müssen erhalten bzw. revitalisiert werden.

4. Klimaschutz durch Abfallvermeidung: Verringerung der Abfallmengen durch Reduce (Verringerung), Re-Use & Repair (Wiederverwendung und Reparatur) und Recycle (Wiederverwertung)

5. Klimafreundliche Ernährungswende: Biologisch und regional produzierte Lebensmittel vermeiden Transport und Pestizide und schützen das Klima: 20.000 zusätzliche BioproduzentInnen. 100 Prozent Bio in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen.

6. Klimaschutz durch Bildung: Bildungseinrichtungen, vom Kindergarten bis zur Mittelschule, setzen Unterrichtsschwerpunkte zu den Themen Energie und Klima. Ein flächendeckendes Netz von mit Solarstrom versorgten zertifizierten „Sonnenschulen und Sonnenkindergärten“ macht die Energiewende spürbar.

„Die Zeit der schönen Worte ist vorbei“, so Krautwaschl in Richtung Regierung: „Es muss gehandelt werden! Wenn wir unseren Kindern und Enkelkindern eine Welt hinterlassen wollen, auf der sie leben können, müssen wir jetzt das Klimaabkommen von Paris, das 1,5-Grad-Ziel, umsetzen. Um den Klimawandel noch zu bremsen, sind jetzt wirksame und ambitionierte Maßnahmen notwendig“, so die Grüne Umweltsprecherin: „Wenn sich die Landesregierung noch länger Zeit lässt, handelt sie unverantwortlich und nimmt untragbare Konsequenzen in Kauf!“ (20. Dezember 2018)


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