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Umweltbericht im Landtag: Grüne warnen vor fortschreitendem Artensterben

Grüner Antrag zur Rettung der Kleinen Raabklamm abgelehnt – „Umwelt“-Landesrat mit unwahren Untergriffen gegen die Grünen.

Anlässlich des Umweltberichts des Landes, der heute Nachmittag im Landtag diskutiert wurde, stellte die Grüne LAbg. Sandra Krautwaschl​ das beschleunigte Artensterben in den Mittelpunkt.

Bildlich unterstrich das Krautwaschl mit einem großen Foto einer Blauracke - 2018 hat erstmals kein Blaurackenpaar mehr in der Steiermark gebrütet. Damit ist einer der farbenprächtigsten Vögel Europas in Österreich so gut wie ausgestorben.

Die Blauracke steht symbolisch für viel zu viele Tiere, die vom Aussterben bedroht sind: Es reicht nicht, was wir tun, um diese Arten zu schützen – es werden zu viele Böden versiegelt, es werden zu viele Pestizide eingesetzt, es wird zu viel Natur zerstört, so Krautwaschl.

Von der Blauracke kam Krautwaschl zum Apollofalter – dieser wunderschöne nach der FFH-Richtlinie geschützte und nach der Roten Liste Österreich potentiell gefährdete Falter ist in der Kleinen Raabklamm zu Hause. Noch – denn hier soll eine elf Meter hohe Staumauer zum Hochwasserschutz gebaut werden, obwohl es ökologischere Alternativen dazu gäbe.

Krautwaschl brachte daher wie angekündigt einen Entschließungsantrag ein und forderte, dass sich der Landtag gegen dieses Projekt ausspricht – auch die Umweltanwaltschaft hat ja eine negative Stellungnahme zu diesem Projekt abgegeben, die Abteilung für Wasserwirtschaft der Stmk. Landesregierung lehnt das Vorhaben ebenfalls ab: „Hier können Sie Naturschutz live betreiben – oder zuschauen, wie Arten weiter aussterben“, appellierte sie an die Abgeordneten der anderen Parteien: „Wir brauchen ein politisches Bekenntnis!“

„Umwelt“-Landesrat Lang reagierte auf den Grünen Antrag mit polemischer Kritik an den Grünen – sie würden sich mit diesem Antrag gegen Hochwasserschutz stellen. Das ist freilich ein Untergriff, der nicht der Wahrheit entspricht – schließlich heißt es im Grünen Antrag klar und deutlich: „2. Die Landesregierung wird aufgefordert, gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden im Raabtal alternative Lösungen für einen nachhaltigen regionalen Hochwasserschutz zu entwickeln.“

Anscheinend habe Lang Krautwaschl beim Verlesen des Antragstexts nicht zugehört, mutmaßte die Grüne Abgeordnete – grundsätzlich betreibe der Landesrat bei solchen Themen leider „immer das gleiche Spiel“. (15. Jänner 2019)

 

Der Grüne Antrag wurde eben von SPÖ, ÖVP und FPÖ eben abgelehnt: „Wir werden weiter für dieses Naturjuwel kämpfen“, kündigt Krautwaschl an.


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