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am 16. August

Steirischer Grüner "6-Punkte-Plan für den Klimaschutz"

Sandra Krautwaschl, Lambert Schönleitner - Es ist höchste Zeit - wir drängen auf rasche Maßnahmen!

Seit Monaten folgt weltweit ein Hitzerekord und ein Dürre-Rekord dem nächsten, weltweit wurden noch nie so viele Treibhausgase ausgestoßen wie jetzt. Auch in Österreich sind im Gegensatz zu den meisten EU-Mitgliedstaaten die Emissionen seit 1990 nicht gesunken, sondern sogar um 1,2 Prozent gestiegen. Die Landes- und die Bundesregierung schweigt zu alldem. Die Prognosen der KlimaforscherInnen werden immer drastischer: Aktuell warnt eine Gruppe des Potsdamer Instituts für Klimaforschung vor den unberechenbaren „Kipp-Effekten“ und einer folgenden Heißzeit.

Auch auf Landesebene gibt es massiven Handlungsbedarf – und schon in den kommenden Wochen wird man sehen, ob es die Steiermark mit dem Klimaschutz ernst nimmt, kündigen die Grünen entsprechende „Nagelproben“ an. Landtagsklubobmann Lambert Schönleitner​ und Umweltsprecherin Sandra Krautwaschl​ fordern die Umsetzung eines raschen „6-Punkte-Plans für den Klimaschutz“:

1. Klimaschutzoffensive im Verkehr: 365 Euro Öffi-Jahresticket auch in der Steiermark nach Vorbild Wien und Vorarlberg. Plus: Nahverkehrsoffensive: Ausbau und Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehrs vor allem im Ballungszentrum Graz.

2. Klimaschutz durch Energieeffizienz: Die Sanierung des Gebäudebestands gekoppelt mit der Umstellung auf Erneuerbare Energieversorgung wird forciert. Klimaschonende Bauweise in Anlehnung an den klima:aktiv-Standard umsetzen.

3. Klimaschutz durch Raumplanung und Bodenschutz: Raumplanungsinstrumente spielen im Klimaschutz eine sehr wichtige Rolle.  Eine Vermeidung weiterer Zersiedelung und Bodenversiegelung muss endlich umgesetzt werden. Ökologisch bedeutsame Freiräume wie unzerschnittene naturnahe Räume und Korridore müssen erhalten bzw. revitalisiert werden.

4. Klimaschutz durch Abfallvermeidung: Verringerung der Abfallmengen durch Reduce (Verringerung), Re-Use & Repair (Wiederverwendung und Reparatur) und Recycle (Wiederverwertung)

5. Klimafreundliche Ernährungswende: Biologisch und regional produzierte Lebensmittel vermeiden Transport und Pestizide und schützen das Klima: 20.000 zusätzliche BioproduzentInnen. 100 Prozent Bio in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen.

6. Klimaschutz durch Bildung: Bildungseinrichtungen, vom Kindergarten bis zur Mittelschule, setzen Unterrichtsschwerpunkte zu den Themen Energie und Klima. Ein flächendeckendes Netz von mit Solarstrom versorgten zertifizierten „Sonnenschulen und Sonnenkindergärten“ macht die Energiewende spürbar.

„Jahrelang wurden in Österreich die Initiativen von Grüne, KlimaschützerInnen und NGOs abgelehnt und niedergestimmt. Der bis Jahresende der EU-Kommission vorzulegende österreichische Klimaplan mit Maßnahmen zum Erreichen des Österreich-Klimaziels von Minus 36 Prozent der Emissionen bis 2030 ist für lange Zeit die letzte Chance für den notwendigen Neubeginn des Klimaschutzes in Österreich – und dazu braucht‘s einen steirischen Beitrag“, so Krautwaschl und Schönleitner.



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