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am 18. April

Klimaschutz-Wohnbaucheck von „GLOBAL 2000“: Steiermark an letzter Stelle… - klarer Handlungsauftrag an Landesregierung!

Sandra Krautwaschl - Grünen-LAbg.- Sandra Krautwaschl fordert Klimaschutz-Offensive: „Stillstand ist unverantwortlich!“

Der nun erschienene „Wohnbau-Check“ von „GLOBAL 2000“​, bei dem anhand von neun verschiedenen Kriterien untersucht wurde, wie gut die einzelnen Bundesländer bei der Umsetzung der Energiewende im Wärmebereich liegen, hat für die Steiermark ein fatales Zeugnis ausgestellt „und offenbart den großen Handlungsbedarf im Klimaschutz-Bereich für unser Bundesland“, so die Grüne Umweltsprecherin LAbg. Sandra Krautwaschl​. Denn in der Gesamtbewertung aller Bundesländer liegt die Steiermark auf dem letzten Platz!

​Zwei Detail-Beispiele: Massiver Aufholbedarf besteht etwa bei der thermischen Sanierung von Gebäuden in der Steiermark. Zur Erinnerung: In zahlreichen Energiestrategien und Studien wird eine Sanierungsrate von 3% anvisiert – oft ausgehend von 1% im Jahr 2010. Doch laut „GLOBAL 2000“ kann kein einziges Bundesland eine Steigerung verzeichnen, in der Steiermark beträgt die Sanierungsrate gar nur 0,3 % (und damit unter dem Österreich-Durchschnitt)!

Auch beim angepeilten Ausstieg aus Ölheizungen hinkt die Steiermark hinterher: Gemeinsam mit Kärnten belegt die Steiermark hier das Tabellenende im Österreich-Vergleich. Wie „GLOBAL 2000“ feststellt, gibt es in der Steiermark noch immer keine Maßnahmen, um zukünftig neue Ölheizungen zu vermeiden.

LAbg. Sandra Krautwaschl appelliert an die Landesregierung, insbesondere an Umweltlandesrat Lang und Wohn-Landesrat Seitinger, „den Klimaschutz endlich ernster zu nehmen und entsprechende Maßnahmen zu setzen: Nur schöne Worte sind zu wenig“, warnt sie: „Jetzt eine planbare und berechenbare Klimaschutzoffensive umzusetzen, schafft Jobs, Standortattraktivität und Zukunftssicherheit. Den Klimaschutz jedoch weiter aufzuschieben, würde schwere wirtschaftliche und soziale Probleme schaffen“, warnt Krautwaschl und verweist dabei auf die Prognosen drastisch wachsender Schäden, aber auch auf die Tatsache, dass das sogenannte Treibhausgasbudget Österreichs schon bis 2035 verbraucht ist, wenn sich an den derzeitigen Emissionen nichts ändert.

„Mit jedem Jahr Untätigkeit und Stillstand steigt das Risiko, dass abrupte Maßnahmen und Notbremsungen erforderlich werden, die dann kaum mehr wirtschaftlich und sozial verträglich gestaltet werden können. Es braucht daher einen planbaren und berechenbaren Umbau – und dieser muss jetzt beginnen“, so die Grüne Umweltsprecherin: „Ein weiterer Stillstand ist unverantwortlich!“



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