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am 21. September

GRÜNER APPELL FÜR VERPFLICHTENDE MEHRWEGQUOTEN UND PFANDSYSTEM!

Sandra Krautwaschl - „Was in Deutschland vorbildlich funktioniert, können wir in Österreich auch!“

 „Was in Deutschland vorbildlich funktioniert, können wir in Österreich auch!“

Immer mehr Abfälle landen an unseren Straßenrändern, auf Wiesen und Böschungen… Für uns Grüne ist klar, „dass es hier dringenden politischen Handlungsbedarf gibt.“ Unsere Umweltsprecherin LAbg. Sandra Krautwaschl​ daher das Umweltministerium zum wiederholten Male auf, bundesweit verpflichtende Mehrwegquoten und Pfandsysteme bei Getränkeverpackungen einzuführen.

Was in Deutschland funktioniert, können wir in Österreich auch

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In Österreich werden pro Jahr rund 4,8 Milliarden Stück Getränkeverpackungen verkauft, davon 3,8 Milliarden Einweg. Der Mehrweganteil belief sich 2008 auf rund 31 Prozent und ist seither auf rund 20 Prozent gefallen. „Mehrweg“ wird zum Großteil in der Gastronomie praktiziert. Im Lebensmitteleinzelhandel gibt es neben der 0,5-Liter-Flasche Bier so gut wie keine Mehrweggebinde für Getränke.

„Wir wissen, dass bei den Littering-Abfällen die Getränke-Einwegverpackungen das Hauptproblem sind. Sie verleiten uns zum gedankenlosen Wegwerfen. Mit Mehrwegquoten und Pfandsystemen kann am wirksamsten gegen Littering vorgegangen werden“, ist nicht nur Krautwaschl überzeugt. Sie kann sich auf die Meinung zahlreicher ExpertInnen berufen. Denn: In Ländern mit Pfand wird der öffentliche Raum weit weniger mit Getränkeverpackungen zugemüllt. In Deutschland landen mittlerweile 95 Prozent der mit Pfand versehenen Getränkeverpackungen in den Rücknahmeautomaten des Einzelhandels.

Forderung an Umweltministerin Köstinger

Die Einführung eines neuen rechtlichen Rahmens zum Ausbau von Mehrwegsystemen mit verbindlichen Quoten und Umsetzung mittels Stufenplan sowie eine verpflichtende Kennzeichnung von Mehrweg- und Einweg-Getränkeverpackungen seien unumgänglich, sind wir überzeugt. Ebenso müsse man über die Einführung einer standardisierten 0,33l-Mehrweg-(Bier-) Flasche im Einzelhandel nachdenken.

„Da es sich dabei um eine Bundeskompetenz handelt, ist das Umweltministerium gefordert“, so die Krautwaschl. „Für Umweltministerin Elisabeth Köstinger wäre das eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass Umweltschutz für sie mehr ist als ein Lippenbekenntnis“, so die Grüne Umweltsprecherin im Landtag.

Die Konferenz der Umweltreferentinnen und Umweltreferenten der neun Bundesländer hat in den vergangenen Jahren wiederholt den Beschluss gefasst, an das Umweltministerium mit der dringenden Bitte heranzutreten, verpflichtende Mehrwegquoten einzuführen, um den Mehrweganteil in Österreich insgesamt zu heben. Bisher verhallten diese Appelle im Umweltministerium leider ungehört. (21. September 2018)


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