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am 5. Juni

Artenschutz-Kampagne gestartet: „Es ist nicht fünf vor zwölf – es ist zwölf!“

- GIVE BEES A CHANCE: Grüne starten Artenschutz-Schwerpunkt.

GIVE BEES A CHANCE: Judith Schwentner und Sandra Krautwaschl starteten Kampagne.

Passend am heutigen Welt-Umwelttag starteten die Grünen ihren großen Artenschutz-Schwerpunkt: Die Grüne Landtags-Spitzenkandidatin Sandra Krautwaschl​ und die Vorstandssprecherin der Grazer Grünen, Stadträtin Judith Schwentner​, präsentierten gemeinsam mit Johannes Gepp, dem Präsidenten des Naturschutzbundes in der Steiermark (und einem der Erst-Unterstützer der Initiative) in einem Pressegespräch GIVE BEES A CHANCE – eine Kampagne, mit der die Grünen bis Jahresende möglichst viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter für den Schutz der Arten (eine Allianz der Engagierten“, so Krautwaschl) gewinnen wollen.

„Wir wollen die blühenden Wiesen zurückholen“, formulierte es Sandra Krautwaschl: „Denn auf unseren Wiesen und Feldern wird es immer stiller - Bienen, Vögel, Schmetterlinge & Co dort oft keine Lebensgrundlagen mehr. Oder sie finden erst gar keine Wiesen und Felder, weil die Bodenversiegelung bei uns in Österreich rasant voranschreitet. Stoppen wir dieses gigantische Insektensterben und schützen wir Artenvielfalt, Böden und Ökosystem!“

Mittels Onlinepetition auf www.givebeesachance.at wird von der steirischen Landesregierung, von der Bundesregierung und von der EU-Kommission die Umsetzung eines umfassenden Maßnahmenprogrammes für Artenvielfalt und Insektenschutz gefordert. Schwerpunkte sollen dabei eine schrittweise Verringerung des Pestizideinsatzes und ein Verbot von Bienengiften sein.

Judith Schwentner betonte die Wichtigkeit von Artenschutz-Maßnahmen besonders auch für die Städte: „Artenschutz = Naturschutz = Klimaschutz!“ Denn „Artenschutz ist wichtig für das Klima, für die biologische Vielfalt und für das Lebensgefühl in der Stadt“, so die Stadträtin: „Es braucht Grünraum, der geschützt werden muss, es braucht weniger Versiegelung – kurz: mehr Grün, weniger Beton.“

Judith Schwentner, Sandra Krautwaschl und Johannes Gepp (Naturschutzbund) bei der Präsentation.

Klare Fakten brachte Professor Johannes Gepp auf den Tisch: „Es ist nicht fünf vor zwölf – es ist zwölf“, so der Naturschutzbund-Präsident: „Von 65.000 Arten in Österreich sind 30.000 gefährdet!“ Die Entwicklung ist alarmierend: Vor hundert Jahren war die Zahl der Tagfalter beispielsweise bis zu 1000mal höher als heute.

Gepp übte scharfe Kritik an der Politik: „Alle reden davon, wie wichtig der Kampf gegen den Klimawandel und gegen das Artensterben sei“, aber es müsse Schluss mit dem Reden sein, die Politik müsse endlich handeln. Darum unterstütze er auch die Initiative der Grünen.

Im Rahmen von GIVE BEES A CHANCE wollen die Grünen in den nächsten Monaten möglichst viele Menschen einbinden (eine „Allianz der Engagierten“) – neben der Online-Petition sind Aktionen, Workshops und Wanderungen (Judith Schwentner lädt zum Beispiel zu einer „Stadtwanderung“ zum Thema Artenschutz schon am 14. Juni – siehe hier​) geplant: von Gemeinderats-Initiativen über Anlegen von Blumenwiesen und Bauen von Insektenhotels bis zu Sensenworkhops.

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