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Wir starten neue Initiative gegen Insektensterben

Sandra Krautwaschl - Weniger Pestizide in der Landwirtschaft, kein Gift-Einsatz mehr im privaten Gartenbau: Auch Umweltabteilung des Landes unterstreicht unsere Forderungen – wir drängen auf Umsetzung.

Vor kurzem sorgte eine alarmierende wissenschaftliche Studie für Schlagzeilen, wonach es in den letzten 27 Jahren einen erschreckenden Verlust von über 70 Prozent der Fluginsekten in unseren Breiten gibt. Die Gründe dafür: Pestizide, Dünger, Monokulturen, Flächenversiegelung, Lichtverschmutzung, heißt es im renommierten Wissenschaftsjournal „PLOS ONE“.

Unsere Umweltsprecherin LAbg. Sandra Krautwaschl​ startet nun im Landtag eine Initiative gegen diese Entwicklung: „Es müssen rasch Maßnahmen ergriffen werden, um das Risiko einer weiteren Verschlechterung zu minimieren - wir können nicht viele Jahre darauf warten, bis weitere wissenschaftliche Studien Detailergebnisse zeigen. Denn auch hier gilt das Vorsorgeprinzip, daher müssen die Pestizide in der Landwirtschaft drastisch reduziert und im privaten Gartenbau verboten werden. Auch eine Reduzierung des Düngermitteleinsatzes und das Problem der immer weiter zurückgehenden Lebensräume muss diskutiert werden“, fordert Krautwaschl.

In einer Regierungsstellungnahme zu unserem Antrag „Pestizide verringern – Bienen schützen“ äußert sich auch die Umweltabteilung des Landes Steiermark sehr kritisch: „Wissenschaftlich als erwiesen gilt, dass das Anlegen landwirtschaftlicher Monokulturen sowie der Einsatz von Pestiziden einerseits das Verhalten der Wildbienen (Orientierungslosigkeit) und andererseits den Lebensraum dieser Arten verändern. Dies führt unweigerlich zum Rückgang der betroffenen Arten. Das ist unter anderem umso bedenklicher, als viele Pflanzenarten bei der Bestäubung auf Wildbienen angewiesen sind und dadurch auch auf die Biodiversität Einfluss nehmen. Der verhältnismäßig hohe Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft hat zur Folge, dass die Tiere insofern belastet sind, als die Nachkommenschaft zurückgeht und das Geschlechterverhältnis dieser Art verändert wird (es kommen überwiegend männliche Tiere nach).Um den Rückgang der Wildbienen stoppen zu können, bedarf es daher aus naturschutzfachlicher Sicht eines Umdenkens bzw. einer Änderung in der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung durch Reduktion bzw. Verzicht der Pestizide“, so die Landes-Abteilung.

Krautwaschl will nun Maßnahmen: Sie fordert in ihrem Antrag (siehe anbei) von Landesrat Seitinger unter anderem dafür Sorge zu tragen, „dass sich der Pestizideintrag durch Maßnahmen wie eine verstärkte Förderung der ökologischen Landwirtschaft oder die Verbesserung durch eine unabhängige Beratung kontinuierlich reduziert“ und will, dass das von der Umweltabteilung des Landes Steiermark vorgeschlagene bewusstseinsbildende Projekt für KleingartennutzerInnen „unverzüglich umgesetzt“ wird.



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