fbpx

Tierschutz zu heiß für ÖVP und SPÖ: Schwarzrote Vollbremsung nach ursprünglichem Bekenntnis

Aus für Küken-Schreddern, Aus für Vollspaltenböden: Schwarzrot schickt Tierschutz-Initiativen in Unterausschuss statt in die nächste Landtagssitzung – „Hat die Agrarindustrie die Abgeordneten zurückgepfiffen?“

 

Durchaus überraschend war die Vorgangsweise von ÖVP und SPÖ im heutigen Landwirtschaftsausschuss: Wie am Vormittag ausgeschickt, haben die beiden Landesräte Seitinger und Lang ja eine sehr unterstützende Stellungnahme zum Grünen Antrag von LAbg. Georg Schwarzl für ein Verbot des massenhaften Tötens von männlichen Küken  in den Ausschuss gebracht. Zu einer Abstimmung im Landtag nächste Woche kommt es nun aber nicht – denn ÖVP und SPÖ haben beschlossen, das Thema in einen Unterausschuss zu „parken“, statt es auf die Tagesordnung des Landesparlaments zu setzen. Das wäre der übliche Vorgang gewesen.

„Das ist eine verpasste Chance, endlich wichtige Schritte im Tierschutz zu setzen und das Schreddern und Vergasen von Küken zu beenden“, kritisiert Schwarzl: „Die Vorgangsweise von ÖVP und SPÖ ist nicht nachvollziehbar!“

Es wären noch Punkte zu klären, so ÖVP und SPÖ – konkrete Beispiele konnten sie dafür jedoch nicht nennen.

Auch der Grüne Antrag für ein Aus für die Vollspaltenböden sowie jener für eine Herkunftskennzeichnung „landeten“ im Unterausschuss: „Anscheinend ist das Thema Tierschutz für ÖVP und SPÖ zu heiß, um darüber diskutieren!“, so Schwarzl: „Hat die Agrarindustrie die ÖVP-Abgeordneten in letzter Sekunde noch zurückgepfiffen?“

 „Bei diesem Thema geht es ja nicht ,nur‘ um die Tiere, sondern auch die KonsumentInnen haben ein Recht auf möglichst tierleidfreie Lebensmittel und Transparenz über die Herkunft!“, betont der Grüne Abgeordnete zum Abschluss und verspricht: „Wir Grüne werden jedenfalls nicht locker lassen und weiter Druck machen!“