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„Stressfreies Schlachten“: Oberösterreich gibt Startschuss – Steiermark muss mitziehen

Grünen-Klubobmann Lambert Schönleitner: „Jetzt gibt es keine Ausreden mehr für Landesrat Seitinger und die ÖVP!“

In Oberösterreich hat ÖVP-Landesrat Max Hiegelsberger am Donnerstag den „Startschuss für mobile Schlachtanlagen“ gegeben – eine Forderung, die ja auch die Grünen in der Steiermark schon mehrmals erhoben haben (erstmals 2016!).

„Wir starten nun erstmalig in Österreich mit einem Pilotprojekt zur mobilen Schlachtung und können den Tieren somit den Transport- und Schlachthofstress ersparen. Dieses Konzept eignet sich gut für die Mutterkuh-Haltung und entspricht sowohl den Wünschen vieler tierhaltender Betriebe als auch den steigenden Anforderungen der Konsumentinnen und Konsumenten“, sagte der oberösterreichische Agrar-Landesrat bei der Pressekonferenz (die vollständige Presseunterlage finden Sie hier​ zum Download) - „und was für Oberösterreich gilt, muss auch für die Steiermark gelten“, sagt heute der Grüne Landtagsklubobmann Lambert Schönleitner​. „Bis jetzt stehen der steirische Agrar-Landesrat Seitinger und die ÖVP leider auf der Bremse und haben in den Verhandlungen auf Verzögerung gesetzt.“ Dabei wäre es höchst an der Zeit: Schon 2014 (!) hatte etwa Josef Zotter eine Bewilligung für eine Weideschlachtung für seinen „essbaren Tiergarten“ beantragt – freilich erfolglos. Auch in den letzten Monaten meldeten sich immer wieder interessierte LandwirtInnen zu diesem Thema bei den Grünen.

„Jetzt gibt es keine Ausreden mehr für die ÖVP!“, so Lambert Schönleitner.  „Gerade die vorbereitenden Handlungen bei der Schlachtung, wie etwa das Einfangen oder Trennen von der Herde, das Verladen und der Transport zum Schlachthof, stellen für das Tier enorme Stress- bzw. Angstfaktoren dar, die zudem zur Verminderung der Fleischqualität führen. Diese Stress- bzw. Angstfaktoren können bei der Schlachtung von Tieren in ihrem gewohnten Lebensumfeld vermieden werden“, argumentiert der Grüne Klubobmann.

Oberösterreich schreibt übrigens sogar Förderungen für Pilotprojekte aus. (8. Juni 2018)



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