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Sonderlandtag: „Menschen werden nicht gesund, wenn sie kein Vertrauen in die Gesundheitsver­sor­gung haben!“

In Grüner „Dringlicher“ „Neustart für die Gesundheitspolitik im Bezirk Liezen“: Landtag beschließt Prüfung von Alternative zum geplanten Leitspital!

Der Landtag hat im Rahmen der von den Grünen initiierten „Dringlichen Anfrage“ „Neustart für die Gesundheitspolitik im Bezirk Liezen“ eben einen gemeinsam von Grünen-LAbg. Sandra Krautwaschl​ mit den Klubobmännern der SPÖ und der FPÖ eingebrachten Entschließungsantrag beschlossen, mit dem die Landesregierung aufgefordert wird, Alternativen zum geplanten Leitspital zu prüfen.

Die beschlossenen Forderungen im Detail:

  • keine weiteren finanziellen Dispositionen im Zusammenhang mit dem Grundstück in Stainach-Pürgg sowie dem geplanten Leitspital zu treffen sowie
  • die Etablierung des Leitspitals am Standort Rottenmann zu prüfen und in Abstimmung dazu die Versorgungsleistungen an den bestehenden Standorten Schladming und Bad Aussee zu adaptieren und
  • alle weiteren Tätigkeiten zur Errichtung des Leitspitals im Bezirk Liezen unter Einbindung der Region zu setzen.

Krautwaschl hatte in ihrer Rede einmal mehr Kritik an der Vorgangsweise von gesundheitslandesrat Drexler geübt: „Die Menschen werden nicht gesund, wenn sie kein Vertrauen in die Gesundheitsversorgung haben“ – und Drexler habe es nicht geschafft, Vertrauen in seine Projekte zu erarbeiten. Es ist ihm nicht gelungen, der Bevölkerung des Bezirkes Liezen Ängste und Sorgen zu nehmen und sie von der Notwendigkeit des Neubaus eines Leitspitals in der Region Stainach-Pürgg zu überzeugen, so die Grünen.

„Nach mehreren Jahren Planung für ein neues Leitspital im Bezirk Liezen gibt es weder ein geeignetes Grundstück, noch eine Finanzierung. Gesundheitspolitik kann auch nicht gegen den Willen von zwei Dritteln der betroffenen Bevölkerung gemacht werden“, hatte Krautwaschl in der Begründung ihrer „Dringlichen“ formuliert: „Die vorliegenden Pläne für ein neues Leitspital müssen daher gestoppt werden, es braucht jetzt ein Zurück an den Start. Die Gesundheitsversorgung im Bezirk Liezen muss bei einem Neustart ganzheitlich betrachtet werden – auch der niedergelassene Bereich muss einbezogen werden. Es soll nun ein Konzeptwettbewerb bzw. Ideenwettberwerb mit offenem Ausgang gestartet werden“, so Krautwaschls Vorschlag. Denn: „Gesundheitsversorgung ist nicht nur Spitalspolitik, sondern umfasst alle Bereiche: den Haus-, Fach- und Notarztbereich sowie andere wichtige Gesundheitsberufe, allen voran die Pflegeberufe, da ein Pflegenotstand droht. Wer eine gute Versorgung der Bevölkerung im Auge hat, muss das System umfassend betrachten.“ (5. September 2019)



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