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Sommerbetreuung für SchülerInnen: Bogner-Strauß sieht keinen Bedarf und widerspricht dem Grazer Schul-Stadtrat Hohensinner

Grünen-LAbg. Lara Köck: „Eltern haben es verdient, dass wir ihnen das Leben leichter machen!“

 

Die Grüne Landtagsabgeordnete Lara Köck drängte heute zu Beginn der Landtagssitzung im Rahmen einer „Befragung“ auf ein verstärktes Betreuungsangebot für Schülerinnen und Schüler im kommenden Corona-Sommer, denn, „die letzten Wochen haben den Eltern bereits viel abverlangt: Die Kinder wurden acht Wochen lang zu Hause betreut, sie wurden rund um die Uhr versorgt, die Eltern haben sie unterrichtet und mit ihnen gelernt – das alles neben den jeweiligen beruflichen Verpflichtungen. Viele Eltern haben dafür schon große Teile ihres Jahresurlaubs aufgebraucht – und nun stehen erst neun Sommerferien-Wochen vor der Tür“, so Köck: „Das löst bei vielen Eltern Bauchweh aus und trägt keineswegs zu einer Erleichterung bei!“

Köck wollte von Landesrätin Bogner-Strauß daher wissen, ob das Land ein Sommer ein Bereuungsangebot organisiert und schlug vor, dass sich die Steiermark hier Wien als Beispiel nehmen könnte: Dort hat man für die Betreuung schulpflichtiger Kinder so genannte „Summer City Camps“ ins Leben gerufen, in denen Kinder und Jugendliche eine hochwertige freizeitpädagogische Betreuung, schulische Förderung sowie Gesundheitsförderung erfahren. „Das könnte ein gutes Modell für die Steiermark sein“, so Köck.

Doch Bildungslandesrätin Bogner-Strauß sieht das anders: Sie sieht keinen Bedarf für über die momentan verfügbaren Angebote hinausgehende Maßnahmen und verwies nur auf gesetzliche Regelungen. Damit widerspricht die Landesrätin freilich dem Grazer Schul-Stadtrat Kurt Hohensinner, so Köck: Dieser hatte nämlich am 24. April auf eine ähnliche Frage der Grazer Gemeinderätin Manuela Wutte sehr wohl bestätigt, dass es im heutigen Sommer aufgrund der besonderen Umstände einen Mehrbedarf gibt – und er hatte zugesichert, dass in Graz die Sommerangebote auch ausgebaut werden sollen.

Köck will nach Bogner-Straußs heutiger Antwort nicht locker lassen: „Eltern haben es verdient, dass wir ihnen ihr Leben leichter machen – doch die Landesregierung will sie im Regen stehen lassen!“